In Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Personen, die Immobilien in Dubai vermieten, ohne diese Einkünfte in ihrer Steuererklärung in Deutschland anzugeben, begehen Steuerhinterziehung. Eine ganze Weile war dies größtenteils ungestraft möglich, weil kein nennenswerter Informationsaustausch auf dem Gebiet der Steuern zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Deutschland stattfand. Doch inzwischen ist Deutschland in den Besitz von Datensätzen gelangt, die Informationen über in Deutschland steuerpflichtige Personen enthalten, welche über Immobilien in Dubai verfügen. Außerdem findet seit 2017 tatsächlich ein Informationsaustausch mit den VAE statt, nämlich über das international weit verbreitete Common Reporting Standard-Verfahren (CRS).

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Unser Video: Interview mit Martin Richter von Immocation

In diesem Video streifen wir viele Themen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Wertansatz von Immobilien und ihrer Besteuerung.

Inhaltsverzeichnis


1. Steuerhinterziehung mit Immobilien in Dubai – Einleitung

Immobilien in Dubai erfreuen sich unter Investoren zunehmender Beliebtheit. Sie sind noch relativ erschwinglich, versprechen aber enorme Renditen. Sei es durch Vermietung oder durch einen späteren Verkauf – Immobilien in Dubai sind eine lohnende Kapitalanlage. Doch mit der Vermietung halten bereits die ersten steuerlichen Herausforderungen Einzug. Wo sind etwa die Mieterträge zu versteuern? Und sie enden auch kaum mit dem Verkauf. All diese Fragen kann man aber mit einer guten Steuerberatung vorab sicherlich lösen. Selbst eine steuerliche Optimierung ist möglich. Einerseits.

Andererseits kann man aber auch logisch argumentieren, dass die Immobilie in Dubai nach allgemeinen Vorschriften in den VAE zu versteuern sind. Schließlich gilt in der Regel ja das Belegenheitsprinzip, wenn es um Immobilien geht. Deshalb ist es wahrscheinlich für den deutschen Fiskus unerheblich, ob man Immobilien in Dubai vermietet oder verkauft. Wozu dann also in der Steuererklärung überhaupt darauf aufmerksam machen? Dass diese Frage und die oft unbedachte Folgerung, keine Meldung darüber zu machen, in die Sackgasse Steuerhinterziehung zu führen vermag, dürfte vielen Betroffenen, die so denken und handeln, wohl in vielen Fällen unbewusst bleiben. Wir zeigen, dass dies ein Fehler ist.

2. Wann liegt Steuerhinterziehung vor?

Steuerhinterziehung ist ein strafrechtlich verfolgtes Vergehen, das vielschichtige Voraussetzungen hat. Essenziell ist sicherlich die Verkürzung von Steuern (§ 370 AO). Dies ist selbstredend immer dann der Fall, wenn man weniger Steuern zahlt als vom Gesetz eigentlich vorgegeben. Allerdings ist diese Aussage auch auf ganz legale Steuergestaltungsmodelle anwendbar. Oder auf eine Steuernachforderung, etwa im Rahmen einer Betriebsprüfung. Selbstverständlich sind dies keine Steuerhinterziehungsfälle, weil hierbei nach Recht und Gesetz Steuern niedriger ausfallen können als zuvor vorgesehen. Es muss eben auch eine illegale Komponente zutreffen. Eines der wichtigsten Kriterien ist somit auch das Vorliegen einer bewussten Absicht zur gesetzeswidrigen Steuerverkürzung. Wer glaubhaft machen kann, dass eine Steuerverkürzung allein aus anderen Gründen entstanden ist, sollte dies gegebenenfalls mit aussagekräftigen Nachweisen argumentativ vorbringen.

Dabei ist Steuerhinterziehung kein Delikt, dass strikt an nationale Grenzen gebunden ist, was somit auch im Kontext mit einer Vermietung von Immobilien in Dubai relevant ist. Dies hängt in Deutschland in erster Linie damit zusammen, weil wir hierzulande ein Steuerrecht haben, das nach dem Welteinkommensprinzip Steuern erhebt. Wer in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist, zahlt Steuern auf das weltweite Einkommen. Erst sekundär können hier steuerliche Einschränkungen greifen, etwa durch Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), oder durch nationale Vorschriften (§ 34c EStG). Sie dienen allein der Vermeidung von Doppelbesteuerung im In- und Ausland.

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3. Warum darf Deutschland Steuern auf Immobilien in Dubai erheben?

3.1. Immobilien in Dubai nach dem Welteinkommensprinzip besteuern

Das Welteinkommensprinzip ist auch der Grund, warum Deutschland ebenfalls auf die Mieteinkünfte aus der Vermietung von Immobilien in Dubai zugreift. Denn dem deutschen Fiskus ist es zunächst einmal egal, wo eine in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Person ihre Mieteinkünfte bezieht. Nur bei einer beschränkt steuerpflichtigen Person beschränkt sich die Besteuerung allein auf Mieteinkünfte im Inland; hier findet das Welteinkommensprinzip also keine Anwendung. Wir betrachten hingegen den Fall, in dem das Welteinkommensprinzip greift, also auf in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtige.

3.2. Faktor unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland

3.2.1. Kriterium 1: Wohnsitz in Deutschland

Bei der Frage nach der Anwendung des Welteinkommensprinzips spielt der Status als unbeschränkt steuerpflichtige Person also eine zentrale Rolle. Bei der Ausgestaltung des deutschen Steuerrechts stand der Gesetzgeber vor der Wahl, wie er festlegen wolle, wer hierzulande steuerpflichtig ist beziehungsweise unter welchen Umständen dies der Fall sein sollten. Dabei hat man sich eines recht umfassenden Ansatzes bedient: unbeschränkt steuerpflichtig sind Personen nach deutschem Steuerrecht, wenn sie in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

Einen Wohnsitz kann man relativ leicht definieren, wobei auch dies durch spätere Rechtsprechung präzisiert wurde. So gilt man als Inhaber eines Wohnsitzes in Deutschland, wenn man über die uneingeschränkte Zutrittsmöglichkeit zu einen Wohnraum hierzulande verfügt. Oft wird dies mit der sogenannten Schlüsselgewalt bezeichnet. Wie gering ein solcher Wohnraum im Endeffekt ausgestattet ist, ist dabei unerheblich. Ebenfalls unerheblich für die Frage nach dem Vorliegen eines Wohnsitzes in Deutschland ist, ob man diese den Meldebehörden bekannt gemacht hat. Klar ist, dass eine Meldepflicht existiert und einzuhalten ist, aber dies ist eben kein steuerlich relevanter Tatbestand.

Wenn wir also über Steuerhinterziehung mit Immobilien in Dubai sprechen, müssen wir zunächst dieses Kriterium prüfen. Ist dieses zu verneinen, erfolgt ein weiterer Schritt.

3.2.2. Kriterium 2: gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland

Auch die Alternative zum Wohnsitz, der gewöhnliche Aufenthalt, bedingt hierzulande eine unbeschränkte Steuerpflicht. Dies ist der Fall, wenn zwar kein fester Wohnsitz in Deutschland vorhanden ist, man aber aus persönlichen Gründen dennoch ein Interesse an einem potentiellen Aufenthalt in Deutschland hat. Dies kann etwa die eigene Familie sein, die in Deutschland verblieben ist, während man selbst im Ausland verweilt. Aber auch das Vorhandensein anderer persönlicher Interessen in Deutschland kann einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland begründen. Ein Beispiel sind wirtschaftliche Interessen, ein anderer starke freundschaftliche Bande oder intensiv genutzte Freizeitgestaltungen. Wenn also bedeutende Umstände dafür sprechen, dass eine Person im Ausland Grund dazu hat, nach Deutschland zurückzukehren, dann kann man ihr gegebenenfalls steuerrechtlich einen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland unterstellen, wenn sie hier auch ohne festen Wohnsitz verweilt.

3.3. Steuerhinterziehung mit Immobilien in Dubai: auf die Gesamtschau kommt es an

All diese Faktoren führen in der einen oder anderen Kombination dazu, dass eine Person in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sein kann. Wenn sie sich nun ihren steuerlichen Pflichten verweigert, sodass man von Steuerhinterziehung sprechen kann, dann ist es unerheblich, ob sie etwa Mieteinnahmen in Deutschland oder in Dubai dem Finanzamt vorenthält.

Der einzige Ausweg, um eine unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland zu entgehen, ist das Kappen aller Bindungen dorthin. Selbstverständlich bleiben gelegentliche Aufenthalte in Deutschland, etwa im Urlaub oder zu Besuch bei Verwandten und Bekannten, von dieser Regelung ausgenommen.

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4. Maßnahmen der BRD zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung

4.1. Steuerhinterziehung als Betrug gegenüber dem Staat und somit der Allgemeinheit

Steuern finanzieren unseren Staat. Darum darf es niemanden überraschen, wenn er sein legitimes Interesse an ihrer Erhebung auch dann verfolgt, wenn es sich um grenzüberschreitende steuerliche Sachverhalte handelt. Sobald feststeht, dass eine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland vorliegt, unterliegen eben auch Einkünfte aus ausländischen Quellen der deutschen Besteuerung. Wer diese Informationen dem zuständigen Finanzamt verschweigt oder durch falsche Angaben zu erreichen versucht, dass die Steuer geringer als eigentlich vorgesehen ausfällt, begeht Steuerhinterziehung. Punkt.

Konkret auf unsere Thematik bezogen heißt das, dass eine in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Person, die ihrem Finanzamt verschweigt, dass sie in Dubai mit Immobilien Mieteinnahmen generiert, Steuerhinterziehung begeht. Außerdem liegt Steuerhinterziehung durch eine solche Person vor, wenn sie statt dessen bewusst geringere Mieteinkünfte aus ihrer Vermietung von Immobilien in Dubai meldet als es den Tatsachen entspricht.

4.2. Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden: das CRS-Verfahren

Die Mittel, die die Bundesrepublik nun zur Bekämpfung solcher grenzüberschreitender Fälle von Steuerhinterziehung ergreift, sind vielfältig. Standardmäßig setzt man auf Informationsaustausch mit ausländischen Finanzbehörden. Im Falle der VAE war dies aber erst seit 2017 möglich. Denn erst in diesem Jahr beteiligten sich die VAE am sogenannte CRS-Verfahren (Common Reporting Standard), einem international normierten Verfahren zum Austausch von steuerlich relevanten Daten zwischen Finanzbehörden. In Deutschland steht dabei das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) als Kontakt zur Verfügung.

4.3. Aufkauf von Datensätzen über potentielle Steuerhinterzieher

Doch offenbar ist Deutschland im Einzelfall gewillt auch andere, unorthodoxe Maßnahmen zu ergreifen, um sein Steuereinkommen zu sichern. So hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) 2021 entschieden, einen umfangreichen Datensatz über potentielle Steuerpflichtige käuflich zu erwerben. Dabei soll eine Summe von EUR 2 Millionen geflossen sein. Wie die Person, die diesen Datensatz angeboten hatte, in ihren Besitz gekommen war, blieb dabei zweitrangig. Tatsächlich war Ähnliches bereits in der Vergangenheit mehrfach geschehen, wobei der hier geschilderte Fall dennoch eine Premiere darstellt, weil in der Vergangenheit die Initiative von den Finanzbehörden der Bundesländer ausgegangen war und diesmal erstmals zentral vom BMF.

Das BZSt hat also dieses Datenpaket erworben. Anschließend erfolgte die Auswertung der Daten, wobei man eine Trennung nach der Zuständigkeit der Landesfinanzbehörden vornahm. Die entsprechenden Daten wurden mittlerweile auch an diese Stellen weitergeleitet und die Untersuchungen zum Vorliegen des Tatbestands einer Steuerhinterziehung aufgenommen. Dies findet im Rahmen eines Abgleichs zwischen den Daten aus den Dubai-Files und den von den betroffenen Steuerpflichtigen gemachten Angaben in ihren Steuererklärungen statt. Tatsächlich sollen bereits einige Fälle von Steuerhinterziehung mit Immobilien in Dubai erkannt worden sein. Die Verfahren hierzu laufen offenbar noch. Ob sie aber letzten Endes den Ankauf des Datensatzes letztendlich als vertretbar rechtfertigen, ist fraglich.

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Berufsgeheimnis der Steuerberater

In diesem Video erklären wir, dass die polizeiliche Durchsuchung von Mandantenunterlagen im Besitz von Steuerberatern ausgeschlossen ist.

5. Steuerhinterziehung mit Immobilien in Dubai – Fazit

Jedenfalls ist es für die von den Ermittlungen betroffenen Personen inzwischen zu spät, um eine strafbefreiende Selbstanzeige zu stellen. Denn sobald die Behörden die Ermittlungen aufnehmen, entfällt diese Amnestie-Option.

Man kann ja logisch nachvollziehen, dass man auf den Gedanken kommt, ausländische Einkünfte aus der Vermietung von Immobilien in Dubai zu verschweigen, um in Deutschland Steuern zu sparen. Schließlich besteht auf den ersten Blick kein Grund zur Annahme, dass die hiesigen Finanzbehörden jemals Kenntnis über diese Einnahmen erlangen. Schließlich besteht seit 2021 ja auch kein DBA mehr zwischen Deutschland und den VAE. Doch dies ist eben vielfach ein Trugschluss. Selbst wenn man also aus den regulären Daten, die beide Staaten im Wege des CRS-Verfahrens austauschen, keinen Anhaltspunkt auf Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Immobilien in Dubai entnehmen kann, bestehen doch noch weitere Risiken.

Unser Fazit ist daher eindeutig: keine Motivation rechtfertigt Steuerhinterziehung. Wer diesen Schluss nun aus Umständen, die einen selbst betreffen, überzeugend findet, hat hoffentlich noch die Chance zur Besserung durch Korrektur. Auch hierfür empfehlen wir uns als professionelle Steuerberatungskanzlei. Denn mit unserer Hilfe können Sie eine strafbefreiende Selbstanzeige einreichen. Wir wissen auch, wie Sie sich anschließend vor weiteren steuerlichen Risiken im Zusammenhang mit der Aufarbeitung einer Steuerhinterziehung schützen können. Andernfalls könnte es Ihnen vielleicht eines Tages so ergehen wie Uli Hoeneß. Einsicht allein ist immer besser als in Kombination mit Bedauern.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Bei der Vermietung von Immobilien im Ausland schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Immobilien

  1. steueroptimierte Vermietung von Immobilien im Ausland
  2. Beratung zur Selbstnutzungssteuer in Spanien

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Informationen zu Neuerungen im Zusammenhang mit der Wegzugsteuer
  2. Betreuung bei der rechtssicheren Ermittlung ausländischer Einkünfte in Deutschland
  3. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Isle of Man, Norwegen, Singapur)
  4. individualisierte Beratung zum internationalen Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Standort Bonn

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Telefon-/Videokonferenz

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Fachreferent beim Steuerberaterverband für internationales Steuerrecht

Seit 2014 sind die Partner unserer Kanzlei regelmäßige Fachreferenten des Steuerberaterverbands Köln. Dabei besuchen circa 1.500 Steuerberater pro Jahr unsere Seminare. Wegen der hohen Nachfrage stellen wir Ihnen unsere Präsentation zu „alte und neue Risiken im internationalen Steuerrecht“ gerne kostenlos zum Download zur Verfügung:

Alte und neue Risiken im internationalen Steuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

Eine deutsche GmbH zahlt etwa 30 % an Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Eine Dubai LLC, die in einer Freihandelszone in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ihren Sitz hat, zahlt hingegen nur 0 % an Steuern. Und auch vor Ort ansässige Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer Dubai LLC zahlen auf Dividenden 0 % Einkommensteuer. Da liegt es nahe, eine Dubai LLC mit einer deutschen GmbH zu kombinieren, um diese Steuern zu optimieren.

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Unser Video: 0 % Steuern mit GmbH und Dubai LLC

In diesem Video erklären wir, wie man eine Dubai LLC dazu nutzt, um die Steuern einer deutschen GmbH stark zu reduzieren.

Inhaltsverzeichnis


1. Dubai LLC mit GmbH kombinieren – Einleitung

Eine der häufigsten Anfragen, die wir als Steuerberatungskanzlei erhalten, betrifft die Reduktion der Steuern von GmbH-Gesellschaftern und ihren Unternehmen. Zu den 15 % Körperschaftsteuer kommen noch in etwa ebenso viel Gewerbesteuer auf eine GmbH in Deutschland hinzu. Wenn Gesellschafter aber auch eine Dividende beziehen wollen, dann unterliegt die Ausschüttung der Kapitalertragsteuer mit 25 % zuzüglich eventueller Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Erst der verbleibende Rest ist dann der Nettobetrag. Rechnen wir doch mal zusammen: Von den ungefähr 70 % des Gewinns, die der GmbH nach Abzug von Körperschaft- und Gewerbesteuer verbleiben, gehen im Idealfall nochmal 25 % an Kapitalertragsteuer ab, sodass höchstens noch 52,5 % vom ursprünglichen Gewinn bei den Gesellschaftern ankommen. Kein Wunder also, dass hier Beratungsbedarf besteht.

Zum Glück gibt es eine ganze Menge an Lösungen, mit denen GmbH-Gesellschafter mehr Netto vom Brutto erhalten. Einen besonders kreativen Ansatz möchten wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen. Alles was man dafür braucht, ist unsere Beratung und ein Ticket ins moderne Märchenwunderland. Denn wir verführen Sie heute ins Unternehmer-Serail nach Dubai, um ihre GmbH mit einer Dubai LLC zu kombinieren.

2. Unterschiedliche Besteuerung der Dubai LLC und der GmbH

Dazu betrachten wir zunächst einmal die Unterschiede zwischen einer Dubai LLC und einer GmbH. Im Detail gibt es selbstverständlich eine ganze Menge Unterschiede zwischen diesen beiden Rechtsformen, allen voran jener, dass sie unterschiedlichen Rechtsnormen unterliegen sowie dass zu ihrer Gründung ganz andere Voraussetzungen zu erfüllen sind. Im Prinzip handelt es sich aber in beiden Fällen um Kapitalgesellschaften, die relativ leicht auch schon mit nur einer Person als Gesellschafter oder Gesellschafterin zu gründen sind. Beide sind daher als juristische Personen zu verstehen und zu behandeln. Somit unterliegen sie auch beide einer Körperschaftsbesteuerung. Im Unterschied zur GmbH zahlt eine Dubai LLC aber lediglich 9 % an Körperschaftsteuer und keine Gewerbesteuer. Ein weiterer Unterschied zwischen beiden Unternehmensformen tritt auch bei der Besteuerung einer Gewinnausschüttung zutage: in Dubai sind Dividenden steuerfrei.

Apropos steuerfrei, tatsächlich kann auch eine Dubai LLC komplett steuerfrei bleiben. Dazu muss man sie allerdings in einer der vielen Freihandelszonen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gründen. Doch dann kann man nur mit anderen solchen Unternehmen, die ebenfalls in Freihandelszonen angesiedelt sind, sowie solche aus dem Ausland Geschäfte tätigen. Da wir ohnehin vorhaben, eine Dubai LLC mit einer deutschen GmbH zu kombinieren, kann uns dies vielleicht sogar nützlich sein? Wir werden sehen…

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3. Unser Gestaltungsmodell: Dubai LLC mit GmbH kombinieren

Der erste Schritt in unserem Gestaltungsmodell besteht darin, dass wir als GmbH-Gesellschafter nach Dubai auswandern. Selbstverständlich gestalten wir dies so, dass keine Wegzugsteuer dabei anfällt. Worauf wir aber ebenfalls achten wollen, ist, dass wir weiterhin unmittelbar an unserer deutschen Gesellschaft beteiligt bleiben wollen. Weiterhin ist bei unserem Wegzug nach Dubai besonders wichtig, dass wir unseren Wohnsitz komplett aus Deutschland dorthin verlagern. Denn wenn wir nach Dubai fortziehen und trotzdem noch über einen Wohnsitz in Deutschland verfügen, wie geringfügig diese Unterkunft auch immer sein mag, bleiben wir hierzulande unbeschränkt steuerpflichtig. In unserem Gestaltungsmodell müssen wir aber der unbeschränkten Steuerpflicht unbedingt entkommen.

Schritt zwei erfolgt dann von Dubai aus. Denn nun gründen wir eine Dubai LLC in einer der Free Zones. Wir gründen dieses Unternehmen ganz bewusst als neues Unternehmen statt als Tochtergesellschaft der deutschen GmbH. Zweck dieses Unternehmens soll die Erbringung von Beratungsleistungen für die deutsche GmbH sein. Wichtig ist dabei, dass das Unternehmen auch eine gewisse Substanz aufweist und keine Briefkastenfirma darstellt.

Schritt Nummer drei ist also das Erbringen von Beratungsleistungen an unsere deutsche Gesellschaft durch die Dubai LLC. Dabei wollen wir den Wert dieser Leistungen so hoch wie möglich ansetzen. Denn in Deutschland sollen diese Beratungshonorare auch steuerlich möglichst hohe Betriebsausgaben verursachen. Jedoch ist auch hierbei Maß zu halten. Denn die Höhe der Honorare sollte angemessen sein, zumindest, um Diskussionen mit dem deutschen Fiskus zu vermeiden. Womit wir schon bei den steuerlichen Betrachtungen angekommen sind, die wir im nächsten Kapitel darstellen.

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Fachberatung für Unternehmensgründungen im Ausland

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4. Dubai LLC mit GmbH kombinieren: steuerliche Auswirkungen

Wie wirken sich die Maßnahmen unseres Gestaltungsmodells denn nun steuerlich aus? Betrachten wir zunächst einmal unser Unternehmen in Deutschland. Die Beratungshonorare unserer Dubai LLC sollten den Effekt haben, dass am Ende nur noch ein möglichst geringer Gewinn der Steuerpflicht in Deutschland unterliegt. Dadurch verlagern wir den Gewinn in die VAE. Bleiben wir aber noch einen Augenblick in Deutschland. Denn auf die potentielle Gewinnausschüttung fällt allenfalls eine ganz geringe Steuer auf privater Ebene an. Gleiches gilt für eine Entnahme, falls wir zwischenzeitlich die GmbH in eine Personengesellschaft umgewandelt haben sollten. Dabei muss man beachten, dass hierbei nur noch eine beschränkte Steuerpflicht besteht. Außerdem entfällt die Prüfung von sonst in solchen Fällen oft anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Schließlich ist derzeit kein DBA zwischen den VAE und Deutschland in Kraft.

Wenn also die Dubai LLC einen Großteil des Gewinns des deutschen Unternehmens über ihre Beratungshonorare in Anspruch nimmt, fällt ihr eigener Gewinn entsprechend hoch aus. Und nun erinnern wir uns, dass darauf in Dubai keine Körperschaftsteuer anfällt, weil wir ja unsere Dubai LLC in einer der Freihandelszonen errichtet haben. Würden wir, aus welchen Gründen auch immer, aber auch für Geschäftspartner in den VAE tätig werden wollen, müssten wir entweder unsere Dubai LLC in einem Gebiet außerhalb der Free Zones gründen, oder wir würden dafür ein drittes Unternehmen dort errichten, dass dann der lokalen Körperschaftsteuer unterliegt. Steuerlich wäre letzterer Ansatz sicherlich vorteilhafter. Weiterhin fällt aber auch auf die Gewinnausschüttung der Dubai LLC in den VAE keine Steuer an. Und das bedeutet im Endeffekt, dass man praktisch steuerfrei wirtschaften kann. Alles, was man hierfür machen muss, ist die deutsche GmbH mit einer Dubai LLC zu kombinieren.

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In diesem Video erklären wir, wie man steuerfrei nach Dubai auswandern kann und trotzdem am eigenen Unternehmen in Deutschland beteiligt bleibt.

5. Dubai LLC mit GmbH kombinieren – Fazit

Nun mag man sich fragen, für welche Unternehmer es sich lohnen kann eine deutsche GmbH mit einer Dubai LLC zu kombinieren. Klar ist, dass dies nur in gewissen Fällen möglich ist, nämlich dann, wenn man als Unternehmen von externen Dienstleistungen besonders abhängig ist. Aber vielleicht wäre auch die Vergabe von Aufträgen an die Dubai LLC als Subunternehmer eine Option. Allerdings muss man hierbei vermeiden, dass es zu einer Funktionsverlagerung kommt. Denn diese hätte in Deutschland erhebliche steuerliche Auswirkungen.

Steuerrechtlich ist weiterhin noch die Frage zu prüfen, ob dieses Gestaltungsmodell unter Umständen zu einer Hinzurechnungsbesteuerung in Deutschland führen könnte. Dabei ist besonders auf § 7 Absatz 1 Satz 4 AStG zu achten. Denn dort nimmt das Gesetz Bezug auf Fälle, in denen hierzulande eine beschränkte Steuerpflicht gilt.

Am Ende spielen wir noch mit einem weiteren Gedanken. Vor einigen Jahren bestand einmal ein DBA mit den VAE. 2021 ist dieses mangels Interesse an einer Verlängerung deutscherseits aber ausgelaufen. Inzwischen ist in den VAE aber die Körperschaftsteuer neu eingeführt worden, sodass das Potential besteht, dass es zu einer Doppelbesteuerung auf diesem Gebiet in Deutschland und in den Emiraten kommen könnte. Möglicherweise ist dies nun ein Anlass für die Bundesregierung, erneut ein DBA mit den VAE auszuhandeln.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Beim Ansatz von internationalen Verrechnungspreisen schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

GmbH

  1. Entwicklung von Maßnahmen zur steueroptimierten Besteuerung der GmbH
  2. bedarfsorientierter Ansatz der Kapitalertragsteuer oder des Teileinkünfteverfahrens zur Besteuerung von Gewinnausschüttungen
  3. strategische Beratung zur Verwendung von Holdingstrukturen

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. wegzugsteuerfreier Umzug ins Ausland mittels einer Familienstiftung in Liechtenstein
  2. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Italien, Schweiz, Uruguay)
  3. Beratung zu Fragen der Vermögensnachfolge inländischen Vermögens vom Ausland aus

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Empfehlungen zum steueroptimierten Ansatz internationaler Verrechnungspreise
  2. Informationen zu Unternehmensformen im Ausland (Österreich, USA)

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Telefon-/Videokonferenz

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für internationales Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Steuergestaltung (2) internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Steuergestaltung im internationalen Steuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

Dubai, das Kronjuwel der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ist für viele Besonderheiten berühmt. Dazu zählt die schiere Anzahl an Wolkenkratzern, zu denen mit dem Burj Khalifa sogar das höchste Gebäude der Welt gehört. Aber auch der Tourismussektor ist ein Wachstumsmarkt in dieser prosperierenden Stadt. Folglich ist die Vermietung von Immobilien in Dubai für Investoren hochprofitabel geworden. Dies liegt auch daran, dass man Immobilien in Dubai in der Regel an sehr solvente Mieter vermieten kann. Für Investoren aus dem Ausland, die zu diesem Zweck Grundstücke in Dubai erwerben möchten, ergeben sich aber jedoch ebenso einige Fallstricke. Dazu zählt unter anderem, dass nur in bestimmten Gebieten ein Erwerb für ausländische Investoren möglich ist. Dafür kann man sich darüber freuen, dass auf private Mieteinnahmen keine Einkommensteuer anfällt – zumindest keine in Dubai.

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Unser Video: Immobilien im Ausland vermieten

In diesem Video erklären wir, wie man Immobilien im Ausland von Deutschland aus steuerlich vorteilhaft vermieten kann.

Inhaltsverzeichnis


1. Immobilien in Dubai vermieten – Einleitung

Im Herzen der Vereinigten Arabischen Emirate bietet Dubai nicht nur eine atemberaubende Skyline, sondern auch unzählige Möglichkeiten für Investoren am Immobilienmarkt. Angesichts der blühenden Wirtschaft, der fortschrittlichen Infrastruktur und des luxuriösen Lebensstils weiter Teile seiner Bevölkerung zieht Dubai Menschen aus aller Welt an. Die Vermietung von Immobilien in Dubai kann daher eine verlockende Gelegenheit darstellen, von diesem dynamischen Markt zu profitieren. Doch wie bei jeder Investition gibt es auch hier Chancen und Risiken, die es sorgfältig abzuwägen gilt. In diesem Artikel erkunden wir die Potenziale des Immobilienmarktes in Dubai für Vermieter und geben einen Überblick über die damit verbundenen Herausforderungen.

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2. Chancen im Immobilienmarkt Dubais

2.1. Immobilien in Dubai vermieten: Wirtschaftswachstum und Tourismus

Dubais Wirtschaft zeigt trotz globaler Unsicherheiten eine beeindruckende Resilienz. So zieht der Tourismussektor, eine tragende Säule der Wirtschaft Dubais, jährlich Millionen von Besuchern an. Folglich steigert dies die Nachfrage nach Kurzzeitmieten und Ferienwohnungen. Investoren, die sich auf diese Nische konzentrieren, können daher von hohen Renditen profitieren.

2.2. Immobilien in Dubai vermieten: steuerliche Vorteile

Ein weiterer Anreiz für Investoren ist das steuerfreie Umfeld in Dubai. Da es keine Einkommensteuer für natürliche Personen gibt, sind die Erträge aus Vermietungen besonders attraktiv. Dieses steuerliche Umfeld ermöglicht es Vermietern, ihre Gewinne zu maximieren, ohne sich um hohe Steuerabgaben sorgen zu müssen. Allerdings gilt dies nur, sofern die Mieteinkünfte allein dem Steuerregime der VAE unterliegen. Wer nämlich als Vermieter von Deutschland aus Immobilien in Dubai vermietet, der hat aufgrund des Welteinkommensprinzips, nach dem sich das deutsche Steuerrecht richtet, hierzulande Einkommensteuer auf die in Dubai erzielten Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu entrichten. In diesem speziellen Fall erweist sich das derzeitige Fehlen eines Doppelbesteuerungsabkommens mit den VAE als besonders nachteilig. Schließlich gilt bei solchen Abkommen (OECD-Musterabkommen) in der Regel, dass das Besteuerungsrecht allein dem Staat zusteht, in dem sich die vermieteten Immobilien befinden. Dies ist im Steuerrecht als das Belegenheitsprinzip bekannt.

2.3. Golden Visa Programm

Für Investoren, die überlegen, selbst nach Dubai auszuwandern, bietet das Golden Visa Programm einen zusätzlichen Anreiz. Denn durch den Erwerb einer Immobilie in Dubai mit einem Wert von mindestens AED 2 Millionen (ungefähr EUR 250.000) können ausländische Investoren eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Dies eröffnet sowohl die Möglichkeit, am pulsierenden Leben Dubais teilzuhaben, sichert gleichzeitig aber auch eine Investition in einem der stabilsten Immobilienmärkte der Welt. Darüber hinaus kann dies der Schlüssel für steuerfreie Mieteinkünfte sein. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man jeglichen Wohnsitz in Deutschland aufgibt. Nur damit hebt man die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland auf.

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Fachberatung für grenzüberschreitende Steuergestaltungen, insbesondere im Hinblick auf die Vermietung von Immobilien

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3. Risiken beim Vermieten von Immobilien in Dubai

3.1. Marktvolatilität

Trotz der vielen Anreize ist der Immobilienmarkt in Dubai ebenfalls Schwankungen unterworfen. Globale wirtschaftliche Entwicklungen, Ölpreise und politische Ereignisse können die Immobilienpreise und die Nachfrage beeinflussen. Investoren sollten sich daher auf mögliche Marktvolatilitäten einstellen und eine flexible Investitionsstrategie verfolgen.

3.2. Rechtliche Herausforderungen beim Vermieten von Immobilien in Dubai

Die Gesetze und Vorschriften in Dubai können für ausländische Investoren komplex sein. Von Eigentumsrechten bis hin zu Vermietungsregelungen ist es entscheidend, sich vorab gründlich zu informieren und gegebenenfalls rechtliche Beratung einzuholen, um mögliche Fallstricke zu vermeiden. So ist der Erwerb von Immobilien nur in ausgewiesenen Gebieten für Investoren aus dem Ausland möglich. Diese Gebiete werden als Freehold Zones oder Freehold Districts bezeichnet. Im Unterschied dazu gibt es die sogenannten Leasehold Zones. Dort ist streng genommen kein Eigentumserwerb an Grundstücken möglich, wohl aber ein längerfristiges Nutzungs- sowie Fruchtziehungsrecht. Die Dauer, für die man diese Rechte erwerben kann, beläuft sich auf bis zu 99 Jahre und kann auch eine Übertragung dieser Rechte billigen.

3.3. Freehold Zones in Dubai

Die Gebiete, die in der Vorschrift Regulation No. (3) of 2006 Determining Areas for Ownership by Non-UAE Nationals of Real Property in the Emirate of Dubai als Freehold Zones ausgewiesen werden, sind folgende:

  1. Umm Hurair 2 Plot No. (013);
  2. Al Barsha South 2 Plot No. (002);
  3. Al Barsha South 3 Plot No. (002);
  4. Emirates Hills 1 Plots No. (004) und (814);
  5. Emirates Hills 2 Plots No. (001) und (049);
  6. Emirates Hills 3 Plot No. (001);
  7. Jebel Ali Plots No. (051), (074), (081), (082), (083), (084),(142), (143), und (391);
  8. Al Jaddaf Plots No. (003), (007), und (008);
  9. The World Islands Plot No. (001);
  10. Ras al Khor Plot No. (165);
  11. Al Rowaiyah Plots No. (063) und (065);
  12. Sheikh Zayed Road Plots No. (118) und (147);
  13. Sofouh 1 Plot No. (069);
  14. Sofouh 2 Plot No. (005);
  15. Al-Qouz 3 Plots No. (005) und (006);
  16. Al-Qouz Industrial Area 2 Plots No. (010) und (030);
  17. Al-Qouz Industrial Area 3 Plot No. (028);
  18. Mirdif Plots No. (143) und (144);
  19. Dubai Marina Plots No. (007), (014), (015), und (033);
  20. Palm Jebel Ali Plot No. (001);
  21. Palm Jumeirah Plot No. (001);
  22. Nad Al Sheba Plots No. (209), (215) und (222)
  23. Warsan 1 Plot No. (002).

3.4. Wettbewerb

Die Attraktivität Dubais als Investitionsstandort hat zu einem zunehmenden Wettbewerb auf dem Immobilienmarkt geführt. Um in diesem umkämpften Umfeld erfolgreich zu sein, müssen Vermieter ihre Objekte hervorheben. Dies kann durch hochwertige Ausstattung, konkurrenzfähige Preise oder einzigartige Angebote geschehen. Wer also in Dubai Immobilien vermieten möchte, muss sich nach dem dortigen Markt richten. Andererseits kann dies unter günstigen Umständen auch Gelegenheiten für Fix und Flip-Geschäfte bieten.

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In diesem Video erklären wir, wie man durch Verkauf einer privaten Immobilie an die eigene GmbH & Co.KG das Abschreibungsvolumen erneuern und sogar erhöhen kann.

4. Immobilien in Dubai vermieten – Fazit

Die Vermietung von Immobilien in Dubai bietet eine faszinierende Chance für Investoren, von einem der dynamischsten Märkte der Welt zu profitieren. Während die steuerlichen Vorteile, das kontinuierliche Wirtschaftswachstum und das Golden Visa Programm verlockende Anreize darstellen, ist es unerlässlich, sich auch der potenziellen Risiken bewusst zu sein. Eine sorgfältige Marktanalyse, ein Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine strategische Planung sind für den Erfolg entscheidend. Letztlich können diejenigen, die gut informiert und vorbereitet in den Immobilienmarkt Dubais eintreten, sowohl attraktive Renditen erzielen als auch die Tür zu einem Leben in einer der aufregendsten Städte der Welt öffnen.

Glücklich kann sich daher schätzen, wer über einen deutschen Kontakt verfügt, der mit erfahrenen Kooperationspartnern vor Ort bestens vernetzt ist. Denn dann erhält man alle erforderlichen Serviceleistungen kompetent aus einer Hand. Andernfalls riskiert man Transaktionen in einem völlig fremden Umfeld, was nur mit einem mehr oder minder bewussten Verzicht auf Rechtssicherheit einhergehen kann. Wenn also auch Sie Immobilien in Dubai vermieten möchten, kontaktieren Sie uns. Schicken Sie uns Ihre Anfrage per Mail. Noch besser: rufen Sie uns direkt an. Wir leiten gerne alles in die Wege, damit Sie wohlinformiert und begleitet Ihr Eigentum in Dubai erwerben können.


Steuerberater für Immobiliensteuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum Immobiliensteuerrecht spezialisiert. Bei Fragen zur Besteuerung von im Ausland vermieteten Immobilien schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Immobilien

  1. Beratung zur steueroptimierten Nutzung des Nießbrauchrechts
  2. Abklärung zu Liebhaberei bei der Vermietung von Luxusimmobilien

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Erläuterungen zum Unterschied zwischen Anrechnungsmethode und Freistellungsmethode
  2. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Italien, San Marino, Singapur)
  3. Empfehlungen zur Vermeidung der Wegzugsteuer durch Gründung einer atypisch stillen Gesellschaft

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Empfehlungen zur Gründung von Unternehmen in Dubai
  2. Abwägen der Vor- und Nachteile bei der Gründung von Tochtergesellschaften gegenüber Betriebsstätten im Ausland

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Standort Bonn

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Telefon-/Videokonferenz

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für internationales Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Spezialgebiete des Steuerrechts – Internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Internationales-Steuerrecht-Steuerberater-Bonn-KoelnHerunterladen

Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass es in Dubai keine Steuern gäbe. Folglich würde dann ja auch keine Buchführungspflicht bestehen. Doch seit 2024 muss man in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), somit auch in Dubai, Körperschaftsteuer zahlen. Und da keine weiteren Gesetze eingeführt wurden, um klarzustellen, wie man die zu versteuernden Gewinne bestimmen soll, müsste eigentlich jeder Unternehmerin und jedem Unternehmer in Dubai klar werden, dass es wohl doch seit jeher eine Buchführungspflicht in Dubai gegeben haben muss. Es ist somit Zeit, dass wir hier einmal genauer hinschauen.

Unser Video: Körperschaftsteuer in Dubai

In diesem Video erklären wir, welche Regelungen im Zusammenhang mit der Körperschaftsteuer in den VAE bestehen, insbesondere jene zur Buchführungspflicht.

Inhaltsverzeichnis


1. Buchführungspflicht in Dubai – Einleitung

In Deutschland kennen wir die Buchführungspflicht für Unternehmen im Zusammenhang mit zwei wichtigen Gründen. Einerseits führt man Bücher, weil das Handelsgesetzbuch ein Instrumentarium schaffen soll, das sowohl Gesellschaftern einer unternehmerisch tätigen Gesellschaft als auch eventuellen Gläubigern erlaubt, sich ein Bild zur finanziellen Situation des Unternehmens zu verschaffen. Dabei steht insbesondere der Gläubigerschutz im Vordergrund. Im angelsächsischen Raum ist eine Buchführungspflicht ebenfalls etabliert. Im Unterschied zu unserem deutschen Rechtssystem steht dort aber in erster Linie der Schutz potentieller Investoren im Vordergrund. Aus solchen Unterschieden heraus hat man in einem sich global zunehmend enger vernetzten Geschäftsumfeld dazu entschieden, international anerkannte Standards zur Buchführung zu erarbeiten. Das Resultat sind die laufend fortentwickelten International Financial Reporting Standards, kurz IFRS.

Da also Buchführung eine wichtige Funktion erfüllt, insbesondere auch dort, wo es um die steuerrechtlich relevante Gewinnermittlung geht, sollte es eigentlich kaum verwundern, dass eine solche Pflicht praktisch in jedem Staat existiert. Wie steht es also um die Buchführungspflicht in Dubai?

2. Buchführungspflicht in Dubai – bloß ein Märchen?

Lange Zeit erhoben die VAE bekanntlich keine Steuern auf Unternehmensgewinne. Und wenn man für steuerliche Zwecke keine Bücher führen muss, dann fällt der für viele Unternehmer wichtigste Grund zur Buchführung eigentlich weg. Daraus folgerten viele Unternehmerinnen und Unternehmer, dass es auch keine Notwendigkeit gab, um etwa für ihre Dubai LLC Bücher zu führen. Schließlich bestand auch sonst weder ein eigener Bedarf an solchen Zahlenkolonnen noch eine Verordnung, die etwa eine Publikation der Jahresabschlüsse für sie vorsah. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus der logisch nachvollziehbare Irrglaube, dass es in Dubai keine Buchführungspflicht gibt.

Spätestens aber seit 2024 die Körperschaftsteuer Gegenstand des Steuerregimes in den VAE geworden ist, musste man auf Unternehmerseite nochmals genauer nachschauen, wie zukünftig die Gewinnermittlung erfolgen soll und welche Unterlagen mit der Körperschaftsteuererklärung einzureichen sind. Und siehe da: selbstverständlich existiert in Dubai und anderswo in den VAE eine Buchführungspflicht!

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Haben Sie Fragen zur Gründung von Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und dort speziell in Dubai?

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3. Buchführungspflicht in Dubai: Problemfall Eröffnungsbilanz

Diese für manche ausländische Unternehmer überraschende Erkenntnis hat unter Umständen erschreckende Folgen. Denn wenn man schon seit vielen Jahren in Dubai geschäftlich tätig ist und bislang nie Bücher geführt hat, ab 2024 aber sehr wohl welche erstellen muss, um die Gewinnermittlung im Rahmen der Körperschaftsteuererklärung ordnungsgemäß durchzuführen, stellen sich zwei elementare Fragen: wie sieht die Eröffnungsbilanz aus und wie kann man rückwirkend ihre Fortentwicklung bis in die Gegenwart rekonstruieren?

Nun, das ist mal eine seltene Situation, in der wir keine einfache Antwort zu geben vermögen. Zumindest können wir in dieser Hinsicht keine hinreichende Expertise vorweisen, weil es sich hierbei um das Recht eines anderen Staates handelt. Als deutsche Steuerberatungskanzlei mit einem Schwerpunkt auf dem internationalen Steuerrecht blicken zwar auch wir in steuerrechtlichen Angelegenheiten regelmäßig über unsere Landesgrenzen, aber eben nur soweit, wie es das deutsche Steuerrecht erfordert. Hier ist allerdings das Rechtssystem der VAE maßgebend. Entsprechend braucht man in solchen Fragen Beratung auf Grundlage der dortigen Vorschriften.

Doch wären wir wohl kaum die vielfach ausgezeichnete Steuerberatungskanzlei JUHN Partner, wenn wir auch hierfür keine Lösung anzubieten wüssten. Denn wir haben für verschiedenste Angelegenheiten ein Netzwerk kompetenter Partner in Dubai aufgebaut, das wir Ihnen vermitteln können. Rufen Sie uns doch einfach gleich an. Wir koordinieren dann gerne die für Sie erforderliche Beratung.

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Fachberatung für Unternehmensteuerrecht mit Auslandsbezug

Unsere spezialisierten Steuerberater und Rechtsanwälte beraten Sie gerne. Rufen Sie uns gerne an oder schildern Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail:

4. Wichtige Regelungen zur Buchführung in Dubai

Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die wichtigsten Bestimmungen in Bezug auf die Buchführungspflicht in Dubai beziehungsweise in den VAE.

Zunächst einmal existieren allgemeine Vorschriften bezüglich der Frist zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Bücher und Unterlagen sind dabei nach Ablauf eines Geschäftsjahres für mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Dazu wird der Unternehmenssitz als Aufbewahrungsort bestimmt. Eine dritte allgemeine Regelung fordert, dass man die Buchführung nach international anerkannten Standards und Verfahren zur Bilanzierung erstellen soll. Dies ist allerdings nur eine Empfehlung. Jedenfalls ist hierbei die Anwendung des IFRS-Verfahrens eine naheliegende Wahl. Weiterhin ist eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung obligatorisch. Für Kapitalgesellschaften gilt außerdem die Pflicht zur Prüfung (Audit). Somit findet jährlich eine Wirtschaftsprüfung statt. Das Geschäftsjahr ist frei wählbar. Das erste Geschäftsjahr darf allerdings maximal 18 und muss mindestens sechs Monate lang sein.

Für eine Public Joint Stock Company, die einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft entspricht, gelten darüber hinaus weitere Regeln. Hier ist zum Beispiel auch eine jährliche Veröffentlichung der Bilanzen vorgeschrieben. Dies hängt damit zusammen, dass die Beteiligungen an diesen Unternehmen als Aktien an Börsen gehandelt werden und daher ein öffentliches Interesse an der finanziellen und wirtschaftlichen Situation des Unternehmens im Vordergrund steht.

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Für Sie ebenfalls interessant: Steuerrecht in den VAE

In diesem Video erklären wir, welche Steuerarten es in den VAE gibt und welche Besonderheiten im Unterschied zum deutschen Steuerrecht bestehen.

5. Buchführungspflicht in Dubai – Fazit

Wir konnten zeigen, dass die Buchführungspflicht in Dubai real ist und dass jedes Leugnen dieser Tatsache ins Reich der Legenden gehört. Mit der Einführung der Körperschaftsteuer ist dies für Unternehmerinnen und Unternehmer in Dubai und in den übrigen Vereinigten Arabischen Emiraten zu einem wichtigen Aspekt ihrer Verwaltung geworden. Schließlich sind sie für die Bestimmung des zu versteuernden Gewinns maßgeblich. Insofern ist es wichtig, dass man sich entweder selbst grundlegend in die Vorschriften des Federal Decree-Law no. (32) of 2021 on Commercial Companies einarbeitet oder sich zukünftig professioneller Hilfe bedient.

Was hingegen noch völlig offen ist, betrifft Detailfragen zur Bestimmung des steuerpflichtigen Gewinns. Zum Beispiel ist zu klären, welche Beschränkungen etwa die Höhe von Geschäftsführergehältern regeln sollen, die man als Betriebsausgaben abziehen darf. In Deutschland ist dies beispielsweise abhängig von der jeweiligen Branche.

Daher wird es spannend sein, zu verfolgen, welche Lösungen in den VAE bei der Erhebung der Körperschaftsteuer für die uns in diesem Zusammenhang nur allzu bekannten Herausforderungen entstehen. Können wir vielleicht in Zukunft etwas von ihren Lösungsansätzen übernehmen? Schließlich können bei einer ganz neuen Betrachtung innovativ-kreative, weil von bisherigen Denkmustern unbeeinflusste Ideen aufkommen. Oder ist es am Ende umgekehrt und man orientiert sich in den VAE an Regelungen, die es in Deutschland oder in anderen westlichen Steuerregimen gibt? Denn eins ist wohl klar: ein Staat, der insbesondere um Unternehmen ebenso wie Unternehmerinnen und Unternehmer aus den großen Industrienationen wirbt, ist gut beraten, sich auch an deren steuerlichen Gegebenheiten anzupassen. Dabei gilt dies unabhängig davon, ob man Doppelbesteuerungsabkommen mit den VAE geschlossen hat.

Jedenfalls wird die neu erwachte Bedeutung der Buchführungspflicht in Dubai auch einige Überraschungen bringen. Wir werden sie mit Neugier verfolgen.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Bei der Besteuerung ausländischer Unternehmensgewinne schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Unterstützung bei der Ermittlung ausländischer Einkünfte
  2. Hinweise zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Isle of Man, Mongolei, Texas)
  3. Empfehlungen zum Vermögensschutz mittels einer Familienstiftung in Liechtenstein

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Informationen zur Bedeutung der Beherrschung im Zusammenhang mit der Hinzurechnungsbesteuerung
  2. Erläuterung der nationalen Vorschriften in Bezug auf die globale Mindestbesteuerung
  3. Hintergrundinformationen zu Freihäfen und Freihandelszonen im In- und Ausland
  4. Empfehlungen zum steuerlich optimierten Ansatz von internationalen Verrechnungspreisen

Umsatzsteuer

  1. Informationen zu und Unterstützung bei der Anwendung des OSS-Verfahrens
  2. Buchführung für international agierende E-Commerce-Unternehmen

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Telefon-/Videokonferenz

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Fachreferent beim Steuerberaterverband für Unternehmensteuerrecht

Seit 2014 sind die Partner unserer Kanzlei regelmäßige Fachreferenten des Steuerberaterverbands Köln. Dabei besuchen circa 1.500 Steuerberater pro Jahr unsere Seminare. Wegen der hohen Nachfrage stellen wir Ihnen unsere Präsentation zu „Steuergestaltung im Unternehmensteuerrecht“ gerne kostenlos zum Download zur Verfügung:

Grundlagen Unternehmensteuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ein Mosaik aus Tradition und futuristischer Vision, locken mit ihrem Versprechen eines Lebens voller Möglichkeiten, Luxus und Fortschritt. Besonders Dubai, die Stadt der Superlative, hat sich als globales Zentrum für Finanzen, Innovation und Kultur etabliert. Hier, in diesem glitzernden Wüstenparadies, bietet das Golden Visa System eine einzigartige Gelegenheit für Unternehmer und Investoren, Teil dieser dynamischen Gemeinschaft zu werden. Dieser Artikel entführt Sie in die Welt des Golden Visa Dubai – ein Tor zu unvergleichlichen Vorteilen und einem Leben, von dem viele kaum zu träumen wagen.

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Unser Video: wegzugsteuerfrei nach Dubai auswandern

In diesem Video erklären wir, wie man ohne Wegzugsteuer von Deutschland in die Vereinigten Arabischen Emirate auswandern kann.

Inhaltsverzeichnis


1. Golden Visa in Dubai – Einleitung

Der Aufenthalt in einem fremden Land, wenn er über die Dauer eines gewöhnlichen Urlaubs deutlich hinausgeht, ist oft mit erheblichen Formalitäten verbunden. Selbst die Einreise bei Urlaubsreisen kann Visa erfordern. In der Europäischen Union darf man daher froh sein, dass einem all diese Prozeduren bei der Einreise in Mittgliedstaaten erspart bleiben.

Deutschland ist ein Land, dessen Pass seinen Bürgerinnen und Bürgern eine Visa-freie Einreise in die meisten Länder der Welt ermöglicht. Dazu zählen auch die VAE. Wer aber beabsichtigt sich langfristig oder gar dauerhaft etwa in Dubai aufzuhalten, sollte über die Option eines Golden Visa nachdenken. Denn die VAE bieten neben den üblichen Visa auch besondere an. Jedoch sind Golden Visa in den VAE an die Erfüllung bestimmter Kriterien gebunden, sodass nur ausgewählte Personen Aussicht auf Erteilung eines Golden Visa haben. Deshalb, und weil auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland über ein Business in Dubai und anderswo in den VAE nachdenken, berichten wir im Folgenden über die Umstände, die zur Vergabe eines Golden Visa führen.

2. Dubai: das funkelnde Juwel der VAE und sein Golden Visa

Das Golden Visa der VAE ist mehr als nur ein Aufenthaltstitel. Es ist ein Versprechen für eine goldene Zukunft unter der Sonne Dubais. Seit seiner Einführung hat das Programm individuellen Talenten, Investoren und Unternehmern aus aller Welt die Türen zu einem privilegierten Leben geöffnet. Mit einer Gültigkeit von 5 bis 10 Jahren – weit über die üblichen Aufenthaltsbedingungen hinaus – gewährt dieses Visa seinen Inhabern und deren Familien Sicherheit und Stabilität in einer der dynamischsten Regionen der Welt.

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Haben Sie Fragen zum internationalen Steuerrecht?

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3. Dubai Golden Visa – Vorteile, die glänzen wie Gold

Das Golden Visa Dubai ist nicht nur ein Ticket in die Sonne. Vielmehr ist es ein umfassendes Paket, das den Lebensstil seiner Inhaber auf ein Niveau hebt, das in wenigen anderen Teilen der Welt erreicht wird. Einige der bemerkenswerten Vorteile umfassen:

4. Ein Schritt-für-Schritt-Guide zum Golden Visa für Dubai

Der Weg zum Erhalt eines Golden Visa in Dubai ist ein Paradebeispiel für Effizienz und Benutzerfreundlichkeit. Hier beschreiben wir, wie der Prozess typischerweise abläuft:

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Fachberatung für Unternehmer mit dem Ziel nach Dubai auszuwandern

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5. Dubai erleben – jenseits des Golden Visa

Dubai, ein Synonym für Pracht und Prosperität, ist mehr als nur ein Ort zum Leben. Es ist ein Ort zum Erleben. Die Stadt vereint kulturelle Vielfalt mit technologischer Spitzenleistung. Hier findet man eine Lebensqualität, die auf der ganzen Welt unübertroffen ist. Ob es die atemberaubende Architektur des Burj Khalifa ist, der Sie in den Bann zieht, die ruhigen Wasser des Arabischen Golfs, die zum Entspannen einladen, oder die lebhaften Souks, die mit ihren Düften und Farben die Sinne berauschen – Dubai bietet unendliche Möglichkeiten, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wie kann da ein simpler Urlaub ausreichen? Daher ist es sicher besser, wenn man gleich von Ort lebt. Und am besten ermöglicht Ihnen dies ein Dubai Golden Visa.

Neben den visuellen Wundern und der opulenten Lebensweise hat Dubai auch eine lebhafte Unternehmerszene zu bieten. Die Stadt zieht kluge Köpfe aus der ganzen Welt an, die in diesem innovativen Umfeld gedeihen. Mit seinen erstklassigen Business-Hubs, Inkubatoren und einem starken Fokus auf die Zukunftstechnologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz ist Dubai bestrebt, den Weg für die Unternehmer von morgen zu ebnen. Auch die zahlreichen Freihandelszonen in Dubai sind auf dieses Ziel hin ausgerichtet.

6. Steuerliche Vorteile – Ein Paradies für Unternehmer

Einer der bemerkenswertesten Vorteile Dubais ist sein steuerliches Umfeld. Die VAE bieten ein attraktives steuerfreies Einkommen für Einzelpersonen, was sie zu einem idealen Standort für Unternehmer und Investoren macht. Dieses verlockende Steuersystem, kombiniert mit dem Golden Visa, bietet eine unschätzbare Gelegenheit, Geschäfte in einem wettbewerbsfähigen, globalen Umfeld zu betreiben.

Zudem fördert Dubai aktiv die Gründung und Expansion von Unternehmen durch vereinfachte Registrierungsverfahren, Schutz geistigen Eigentums und Unterstützung bei der Unternehmensfinanzierung. Diese Maßnahmen haben Dubai zu einem Hotspot für Innovation und Unternehmertum gemacht, der Investoren aus aller Welt anzieht.

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Vermögensverwaltende GmbH & Co. KG: keine Wegzugsteuer

In diesem Video erklären wir, wie man mit einer vermögensverwaltenden GmbH & Co. KG die Wegzugsteuer aushebeln kann.

7. Dubai Golden Visa als Schlüssel in eine strahlende Zukunft – Fazit

Das Golden Visa Dubai steht als Symbol für die grenzenlosen Möglichkeiten, die Dubai offeriert. Es öffnet die Türen zu einem Leben voller Luxus, Sicherheit und unternehmerischer Freiheit. Die Kombination aus steuerlichen Anreizen, einem hochwertigen Lebensstil und der dynamischen, innovativen Wirtschaft macht Dubai zu einem unwiderstehlichen Ziel für jene, die ganz nach oben streben.

Für Unternehmer und Investoren, die davon träumen, ihre Geschäfte auf die nächste Stufe zu heben, bietet Dubai mit seinem Golden Visa eine einzigartige Chance, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Es ist eine Einladung, Teil einer zukunftsorientierten Gemeinschaft zu werden, die Innovation und Exzellenz durch ihre Adern pulsieren lässt.

In Dubai geht es weniger darum, zu existieren, sondern vielmehr darum, zu florieren. Deshalb ist Dubais Golden Visa Ihr Schlüssel zu einem außergewöhnlichen Leben. Ja, es wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Tauchen also auch Sie ein in die Welt Dubais. Denn nirgendwo sonst finden Sie einen Ort, wo Träume in den grenzenlosen Himmel wachsen und die Zukunft schon längst begonnen hat.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Beim Blick auf das Steuerrecht jenseits unserer Landesgrenzen schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Erläuterungen zu den steuerlichen Konsequenzen einer unbeschränkten oder beschränkten Steuerpflicht in Deutschland
  2. Beratung zu steuerlichen Auswirkungen beim Arbeiten im Home Office im Ausland
  3. Beratung zur steuerlichen Optimierung der Auszahlung von Abfindungen
  4. Entwicklung von Gestaltungsmodellen zur Vermeidung der Wegzugsteuer

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Madeira, Singapur, Texas)
  2. Warnung vor Risiken bei Gründung von Unternehmen im Ausland
  3. Informationen zu Unternehmensformen im Ausland (Dubai, Österreich, USA)
  4. Entwicklung und Umsetzung grenzüberschreitender steuerlicher Gestaltungsmodelle

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Telefon-/Videokonferenz

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Fachreferent beim Steuerberaterverband für internationales Steuerrecht

Seit 2014 sind die Partner unserer Kanzlei regelmäßige Fachreferenten des Steuerberaterverbands Köln. Dabei besuchen circa 1.500 Steuerberater pro Jahr unsere Seminare. Wegen der hohen Nachfrage stellen wir Ihnen unsere Präsentation zu „Alte und neue Risiken im internationalen Steuerrecht“ gerne kostenlos zum Download zur Verfügung:

Alte und neue Risiken im internationalen Steuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

Dubai bietet neben zahllosen touristischen Attraktionen und vielfältigen Möglichkeiten zur Gründung von Unternehmen auch einen attraktiven Immobilienmarkt. Dabei kann man Immobilien in Dubai sowohl kaufen, um selber darin zu wohnen als auch um sie zu vermieten. Aber auch als Anlageobjekte sind Immobilien in Dubai hervorragend geeignet. Dazu muss man allerdings wissen, dass man als Ausländer nur in bestimmten Gebieten uneingeschränkte Grundstücksrechte erwerben kann. Außerhalb dieser Bereiche ist Ausländern zwar auch der Erwerb von übertragbaren Grundstücksrechten gestattet, doch besteht hier eine zeitliche Befristung. Eine weitere Besonderheit im Zusammenhang mit dem Kauf von Immobilien in Dubai besteht darin, dass eine Finanzierung durch Banken so komplex ist, dass sie keine großen Aussichten auf Erfolg verspricht.

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Unser Video: Immobilien in Dubai: erwerben oder mieten?

In diesem Video erklären wir, was man über Immobilien in Dubai wissen sollte, insbesondere was sie mit der Erteilung von Visa zu tun haben.

Inhaltsverzeichnis


1. Immobilien in Dubai kaufen – Einleitung

Dubai ist zum modernen Märchenland aus 1001 Nacht erwacht. Mehr noch – es hat sich zum Übermorgenland entwickelt. All dies hat es gewiss seinen reichen natürlichen Ressourcen zu verdanken, aber auch der weisen Voraussicht, dass dieser Segen eines Tages versiegen wird. Also hat sich Dubai als eines der vielen Emirate am Persischen Golf nach anderen Säulen für seine zukünftige Wirtschaft umgeschaut und viele attraktive Alternativen gefunden. Neben der Ansiedlung von Unternehmen aus aller Welt und dem inzwischen boomenden Tourismus ist auch der Immobilienmarkt ein aufstrebender Silberstreif am Horizont. Darum bewirbt das Emirat auch ganz offensiv seine Anlagepotentiale in dieser Branche bei internationalen Investoren. Und dies ist mehr als Grund genug für uns, um einmal zu schauen, was Dubai hierbei so alles zu bieten hat und wie man dieses Potential erschließen kann.

2. Immobilien in Dubai kaufen: Rahmenbedingungen

Das Emirat Dubai besteht einerseits aus einer großen urbanen Fläche miteinander verschmolzener und durch Schnellstraßen verbundener Bezirke. Andererseits gibt es inzwischen aber auch immer mehr Siedlungsflächen außerhalb der Stadt. Sie wurden im Laufe der Jahre mühsam der Wüste entrissen, die nach wie vor einen starken Kontrast zur Moderne der Stadt bildet. Wer also in Dubai in Immobilien investieren möchte, hat die Wahl zwischen dem Ländlichen und dem Mondänen sowie alles, was dazwischen verortet ist.

Allerdings begegnet uns als Ausländern, die inzwischen einen überwiegenden Großteil der Bevölkerung des Emirats bilden, eine Grenze. Dies ist insofern verständlich, als es in keines Staates der Welt Interesse ist, das eigene Land im Ausverkauf ausländischen Investoren anzubieten. So hat auch Dubai entschieden, dass der Erwerb von Grundstücken an Ausländer reglementiert und beschränkt werden sollte.

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Haben Sie Fragen zum internationalen Steuerrecht?

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3. Immobilien in Dubai Kaufen: Freehold und Sharehold Zones

3.1. Unterscheidung Freehold und Sharehold Zones

So hat man bestimmt, dass Ausländer nur in bestimmten Gebieten Immobilien in Dubai kaufen dürfen. Diese Gebiete nennt man Freehold Zones. Nur in diesen Bezirken ist Ausländern ein uneingeschränkter Immobilienerwerb gestattet. Immerhin umfassen die Eigentumsrechte an Immobilien, die in diesen Arealen liegen, die ganze Bandbreite an Rechten, die wir im Großen und Ganzen auch aus Europa kennen.

Im Gegensatz dazu gewährt Dubai in den übrigen Gebieten beim Kauf von Immobilien nur eingeschränkte Grundstücksrechte. Die hauptsächliche Einschränkung betrifft die Befristung der erworbenen Rechte, die 99 Jahre beträgt. Da es also mehr um langfristige Pachtvereinbarungen als um echten Eigentumserwerb geht, nennt man diese Gebiete auch Sharehold Zones. Immerhin kann man die in diesen Gebieten erworbenen Grundstücksrechte auch übertragen, etwa durch Verkauf, Schenkung oder Erbschaft.

3.2. Welche Gebiete gehören zu den Freehold Zones?

Die Vorschrift Regulation No. (3) of 2006 Determining Areas for Ownership by Non-UAE Nationals of Real Property in the Emirate of Dubai weist als Freehold Zones folgende Bereiche aus:

  1. Umm Hurair 2 Plot Nummer (013)
  2. Al Barsha South 2 Plot Nummer (002)
  3. Al Barsha South 3 Plot Nummer (002)
  4. Emirates Hills 1 Plot Nummer (004) und (814)
  5. Emirates Hills 2 Plot Nummer (001) und (049)
  6. Emirates Hills 3 Plot Nummer (001)
  7. Jebel Ali Plot Nummer (051), (074), (081), (082), (083), (084),(142), (143), und (391)
  8. Al Jaddaf Plot Nummer (003), (007), und (008)
  9. The World Islands Plot Nummer (001)
  10. Ras al Khor Plot Nummer (165)
  11. Al Rowaiyah Plot Nummer (063) und (065)
  12. Sheikh Zayed Road Plot Nummer (118) und (147)
  13. Sofouh 1 Plot Nummer (069)
  14. Sofouh 2 Plot Nummer (005)
  15. Al-Qouz 3 Plot Nummer (005) und (006)
  16. Al-Qouz Industrial Area 2 Plot Nummer (010) und (030)
  17. Al-Qouz Industrial Area 3 Plot Nummer (028)
  18. Mirdif Plot Nummer (143) und (144)
  19. Dubai Marina Plot Nummer (007), (014), (015), und (033)
  20. Palm Jebel Ali Plot Nummer (001)
  21. Palm Jumeirah Plot Nummer (001)
  22. Nad Al Sheba Plot Nummer (209), (215) und (222)
  23. Warsan 1 Plot Nummer (002).
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Fachberatung für Immobilienbesteuerung im In- und Ausland

Unsere spezialisierten Steuerberater und Rechtsanwälte beraten Sie gerne. Rufen Sie uns gerne an oder schildern Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail:

4. Gute Gründe für den Kauf einer Immobilie in Dubai

Es gibt viele Gründe, die den Erwerb einer Immobilie initiieren können. Einerseits ist der Kauf einer Immobilie in Dubai derzeit sicherlich eine interessante Investition. So ist in den nächsten Jahren mit erheblichen Preissteigerungen am Immobilienmarkt in Dubai zu rechnen. Das hängt sicherlich auch mit dem anhaltenden Interesse vieler Ausländer zusammen, die sich in Dubai niederlassen wollen.

Damit kommen wir zum zweiten Punkt. Denn mit einer ausreichend hohen Investition in Immobilien in Dubai kann man eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. In zunehmend unruhiger werdenden Zeiten ist dies für viele Interessenten eine valide Rückversicherung für einen Ernstfall – unabhängig von der Priorität, der sie diesem Aspekt beimessen. Doch auch wer einfach nur das aufregende Leben in Dubai über einen Urlaub hinaus erleben möchte, ist mit dem Erwerb von Wohneigentum in Dubai in der Lage, sich ein Visa zu verschaffen, um sich diesen Traum zu erfüllen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Investition vor Ort mindestens AED 750.000 Million beträgt (umgerechnet etwa EUR 188.000). Oder man entdeckt Dubai als Steueroase für sich. Schließlich fällt hier keine Einkommensteuer an.

Wie Sie sehen, es gibt viele gute Gründe, warum der Kauf einer Immobilie in Dubai sinnvoll sein kann. Sie sind mindestens ebenso individuell, wie die Menschen, die sich dafür interessieren.

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Steuerplausch mit Martin Richter in Dubai

In diesem Video zeigen wir, worüber sich zwei Steuerexperten bei einem Abendspaziergang in Dubai unterhalten, insbesondere rund um Immobilien.

5. Immobilie in Dubai kaufen – Fazit

Was können wir als Fazit festhalten? Einerseits, dass Immobilien in Dubai mehr als nur eine sinnvolle Kapitalanlage sein können. Sie sind auch ein Schlüssel ins moderne Märchenland Dubai, denn sie verschaffen den Käufern die dafür erforderlichen Visa. Gewiss, es gibt noch andere Optionen, um eine Aufenthaltserlaubnis für die Emirate zu erhalten. Aber da man schon gedenkt, in Dubai zu leben, ist der Erwerb von Wohneigentum die naheliegende Wahl, um beide Herausforderungen zu bewältigen.

Andererseits sind aber auch gewisse Einschränkungen zu berücksichtigen, wenn man eine Immobilie in Dubai kaufen möchte. Neben der Unterscheidung zwischen Freehold Zone und Sharehold Zone wären etwa die Hürden der fremden Sprache sowie die mit Schwierigkeiten behaftete eventuelle Fremdfinanzierung zu nennen. Auch die rechtliche Seite solcher Immobilientransaktionen muss man erst einmal verstehen.

Insofern ist es ratsam, wenn man sich vorab gründlich informiert. Dies umfasst zweifelsohne auch eine Beratung durch Fachleute, die sich in dieser Materie auskennen. Wir können Sie dabei rund um die steuerlichen Zusammenhänge beraten, die Ihren Wegzug aus Deutschland betreffen. Darüber hinaus profitieren Sie bei uns aber auch über unsere Netzwerkkontakte in Dubai, die Sie dann weiter auf die Situation vor Ort vorbereiten. Alles, was Sie jetzt noch tun müssen, ist uns anzurufen. Wir rollen Ihnen den roten Teppich zu Ihrem zukünftigen Eigenheim in Dubai gerne schon einmal gedanklich aus.


Steuerberater für Immobiliensteuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum Immobiliensteuerrecht spezialisiert. Bei Fragen zur Besteuerung von Immobilien im Ausland schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Immobilien

  1. Immobilienkauf nach steueroptimierten Konzepten per GmbH oder privat
  2. Beratung zum steuerfreien Immobilienverkauf
  3. Nutzung des Umfinanzierungskarussells
  4. Betrachtung von Besonderheiten im Zusammenhang mit der Vermietung von Luxusimmobilien

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Unterscheidung zwischen Entstrickungssteuer und Wegzugsteuer
  2. Beratung zur Vermeidung der Wegzugsteuer beim Wegzug nach Dubai
  3. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Namibia, Singapur, Uruguay)
  4. Erläuterung von Rechtsfolgen bei Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen

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Standort Köln

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Fachreferent beim Steuerberaterverband für Immobiliensteuerrecht

Seit 2014 sind die Partner unserer Kanzlei regelmäßige Fachreferenten des Steuerberaterverbands Köln. Dabei besuchen circa 1.500 Steuerberater pro Jahr unsere Seminare. Wegen der hohen Nachfrage stellen wir Ihnen unsere Präsentation zu „Immobilien im Steuerrecht“ gerne kostenlos zum Download zur Verfügung:

Immobilien im Steuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) existiert seit Mitte 2023 eine neue Steuer, nämlich die Körperschaftsteuer. So zahlt man seit dem auch in Dubai pauschal 9 % Körperschaftsteuer auf Unternehmensgewinne. Dabei sind sowohl juristische als auch natürliche Personen, die Geschäfte in den VAE betrieben, von der neuen Körperschaftsteuer betroffen. Dies gilt ab dem ersten Geschäftsjahr, dass nach dem 31. Mai 2024 beginnt. Nach Ablauf des Geschäftsjahres bleiben neun Monate Zeit, um die für die Steuererklärung erforderliche Bilanz zu erstellen. Bis dahin ist ebenso eine Anmeldung bei der Bundessteuerbehörde der VAE erforderlich. Was hingegen weiterhin gültig bleibt, ist eine Steuerbefreiung von Einkommen aus anderen Quellen (zum Beispiel Löhne und Gehälter, Mieteinnahmen aus der Vermietung von Immobilien, Kapitalerträge). Außerdem bleiben Freihandelszonen in den VAE weiterhin autonome Steuerregime, sodass dort vorerst keine Körperschaftsteuer anfällt.

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Unser Video: Das Steuerrecht in den VAE

In diesem Video erklären wir, welche neuen Steuerarten es mittlerweile in den VAE und somit auch in Dubai gibt.

Inhaltsverzeichnis


1. Körperschaftsteuer in Dubai – Einleitung

Aus unserer Sicht in Deutschland sind uns die VAE mit ihrem Steuerrecht stets als eine Steueroase vorgekommen, denn egal aus welchen Quellen sich Einkommen speiste, blieb es doch vor Steuern bewahrt. Doch neuerdings hat sich im finanzstarken Wüstenstaat erstaunliches getan. Tatsächlich hat man Anfang 2022 beschlossen, eine Körperschaftsteuer einzuführen, die selbstverständlich nun auch in Dubai gilt. Was das für Unternehmerinnen und Unternehmer in Dubai und anderswo in den VAE sowie eventuell im Ausland bedeutet und welche Pflichten mit der neuen Körperschaftsteuer einhergehen, klären wir in diesem Beitrag.

2. Einführung der Körperschaftsteuer in Dubai (VAE)

Seit jeher galt in den VAE weitestgehend Steuerfreiheit auf alle Einkünfte. Doch seit Juni 2023 existiert dort nun eine Körperschaftsteuer, somit unter anderem auch in Dubai. Das ist eine erstaunliche Kehrtwende zur bisherigen Fiskalpolitik des Golfstaats. Schließlich ließen sich die VAE lange Zeit als mondäne Steueroase feiern. Die Abwesenheit von Steuern machte sie ja geradezu zu einem Magneten für Entrepreneure und Investoren aus aller Welt. Doch die Zeiten ändern sich. Inzwischen haben auch die VAE Maßnahmen ergriffen, um internationale Standards bei der Erhebung von Steuern einzuhalten. Und dazu zählt nun mal auch die Besteuerung von Unternehmensgewinnen.

Rechtsgrundlage für die Einführung der Körperschaftsteuer in den VAE ist Bundesgesetz Nr. 47/2022. Alle Regelungen zur neuen Körperschaftsteuer sind im verlinkten Dokument in englischer Sprache nachlesbar.

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Unsere Kanzlei hat sich hierauf besonders spezialisiert. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin mit unseren Steuerberatern und Rechtsanwälten:

3. Ausgestaltung der Körperschaftsteuer in Dubai

3.1. Erstmalige Erhebung der Körperschaftsteuer

Die neue Körperschaftsteuer in den VAE greift ab dem Wirtschaftsjahr, das zum 01.06.2023 oder danach beginnt. Der Gewinn dieses ersten und jedes weiteren Wirtschaftsjahres unterliegt dann der Körperschaftsteuer, so, wie wir es auch aus Deutschland kennen. Allerdings sind die Vorschriften dort deutlich einfacher ausgestaltet.

3.2. Wer unterliegt der Körperschaftsteuer in Dubai?

Steuerpflichtig sind sowohl natürliche als auch juristische Personen, die im Staatsgebiet der VAE Geschäfte betreiben oder geschäftliche Aktivitäten entwickeln. Dazu zählt auch, wenn man, ohne selbst in den VAE ansässig zu sein, vom Ausland aus in den VAE geschäftlich aktiv ist.

Von der Körperschaftsteuer ausgenommen sind Unternehmen, die natürliche Ressourcen abbauen oder gewinnen, weil diese bereits auf andere Weise besteuert werden. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen sowie eine Reihe weiterer Ausnahmen. Besondere Regelungen betreffen ebenso die Freihandelszonen, die auch weiterhin ihre Eigenständigkeit behalten. Weitere Ausnahmen entstehen eventuell durch Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen. Da es derzeit kein solches Abkommen mit Deutschland gibt, erübrigen sich weitere Erläuterungen hierzu.

3.3. Bestimmung der Höhe der Körperschaftsteuer in Dubai

Der reguläre Steuersatz zur Körperschaftsteuer in Dubai und anderswo in den VAE beträgt 9 % auf den Nettojahresgewinn. Allerdings gilt hierzu ein Freibetrag von AED 375.000 (entspricht etwa EUR 188.000). Für natürliche Personen gilt weiterhin eine Umsatzschwelle von AED 1 Million pro Kalenderjahr. Erst wenn diese Grenze überschritten ist, werden die Einkünfte der Körperschaftsteuer unterworfen. Daneben gibt es auch Einkommen, die vor der Körperschaftsteuer bewahrt bleiben. So fällt auf Mieteinkünfte aus Immobilienvermietungen, Löhne und Gehälter sowie Kapitalerträge nach wie vor keine Körperschaftsteuer an (und auch keine Einkommensteuer).

3.4. Weitere Regelungen zur Körperschaftsteuer in Dubai

Weitere Vorschriften betreffen den Prozess der Steuererhebung. So ist für alle Unternehmer eine Anmeldung bei der Steuerbehörde der VAE erforderlich. Weiterhin müssen sie jährlich eine Steuererklärung einreichen. Dies gilt sogar für Unternehmen, die in einer Freihandelszone etabliert sind. Allerdings berechnen sie ihre Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 0 %, sodass ihr Gewinne auf diese Weise steuerfrei bleiben.

Zur Feststellung des steuerpflichtigen Nettogewinns sind verschiedene Bilanzierungsstandards zugelassen, unter anderem auch nach dem IFRS-Verfahren. Außerdem gibt es eine Reihe an Ausnahmen für natürliche Personen. Im Unterschied zu Kapitalgesellschaften besteht beispielsweise keine Deckelung bei der Anrechnung von Zinsaufwendungen.

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Fachberatung für internationales Steuerrecht

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4. Abseits der Körperschaftsteuer: sonstige Steuern in Dubai

Bei der Gelegenheit können wir einen kurzen Exkurs in das aktuelle Steuerrecht der VAE unternehmen. So besteht bereits seit langer Zeit eine Grunderwerbsteuer in den VAE. Tatsächlich war dies die erste Steuer, die die VAE erhoben. Allerdings bestimmt jedes Emirat selbst zu welchem Steuersatz die Übertragung von Grundrechten erfolgt. In Dubai beträgt die Grunderwerbsteuer beispielsweise 4 %.

2018 kam dann die derzeitige Umsatzsteuer hinzu. Sie beträgt einheitlich 5 % und belegt sowohl Lieferungen als auch Leistungen im Inland. Interessant hierbei ist, dass man die Umsatzsteuer in den VAE gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Golfkooperationsraats zeitgleich und zu gleichen Bedingungen einführte.

Neben der Umsatzsteuer existiert mittlerweile (seit 2019) eine weitere Verbrauchsteuer. Sie trifft den Verkauf gewisser Erfrischungsgetränke, die mit einer Steuer von 50 % belegt wurden. Zu den hierdurch besteuerten Waren zählen alle Getränke, die entweder mit Kohlensäure angereichert wurden (mit Ausnahme von Mineralwasser), Zucker beziehungsweise Süßstoffe enthalten (Softdrinks) oder deren Inhaltsstoffe (zum Beispiel Taurin, Koffein, Ginseng, Guaraná) eine stimulierende Wirkung entfalten (Energydrinks). Davon betroffen sind auch Stoffe, die zur Herstellung solcher Getränke dienen. Man kann dies somit als ein Äquivalent etwa zur Zuckersteuer in Großbritannien und anderswo ansehen.

Weiterhin unterliegen alle Tabakprodukte seit 2017 einer Verbrauchsteuer von 100 %. Ebenso sind elektronische Zigaretten und Flüssigkeiten, die zum Konsum hierfür Verwendung finden, von dieser Steuer betroffen. Jedenfalls handelt es sich hierbei um die erste Lenkungssteuer der VAE. Das Ziel dieser Verbrauchsteuer ist nämlich die Minderung der Attraktivität dieser ungesunden Konsumgüter.

Diese Verbrauchsteuern entrichten in erster Linie Hersteller beziehungsweise Importeure dieser Waren. Alle Zwischenhändler und Endverbraucher zahlen somit über den um die Verbrauchsteuer erhöhten Verkaufspreis die Steuer mit. Im Unterschied zur mehrphasigen Umsatzsteuer, wie sie auch Deutschland erhebt, kommt diese Verbrauchsteuer mit einer einmaligen Steuerzahlung und folglich mit weniger Bürokratie aus.

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Einblick in das Steuerrecht der Schweiz

In diesem Video erklären wir, nach welchen Gesetzen in der Schweiz Steuern zu zahlen sind und welche Rolle dabei den einzelnen Kantonen zukommt.

5. Die neue Körperschaftsteuer in Dubai – Fazit

Wenn man bedenkt, dass die VAE eine Politik betreibt, die darauf abzielt, international vernetzt zu sein, überrascht die Einführung der Körperschaftsteuer kaum. Schließlich entspricht dieser Zug den internationalen Bemühungen der führenden Industrienationen, um eine globale Besteuerung von Unternehmensgewinnen sicherzustellen, damit dem bisherigen unkontrollierten internationalen Steuerwettbewerb Einhalt geboten wird. So ist es folgerichtig, dass Unternehmen demnächst auch in Dubai Körperschaftsteuer zahlen.

Dies ist zunächst einmal die Situation, auf die sich Unternehmerinnen und Unternehmer in Dubai sowie in den Nachbaremiraten einstellen müssen. Doch lohnt sich auch ein detaillierter Blick ins Steuergesetz. Denn neben dem relativ geringen Steuersatz von nur 9 % auf den Nettojahresgewinn existieren ja auch noch ein großzügig bemessener Freibetrag sowie eine Reihe an Ausnahmeregelungen. Im besten Fall entsteht somit gar keine Körperschaftsteuer in Dubai. Aber selbst wenn Körperschaftsteuer in Dubai anfallen sollte, so zahlt man dort immer noch weitaus weniger Steuern, als die etwa 50 %, die man als Unternehmerin oder Unternehmer in Deutschland oft zu entrichten hat.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Bei der Abklärung von grenzüberschreitenden steuerlichen Verpflichtungen schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Informationen zur privilegierten Besteuerung deutscher Rentner in Griechenland
  2. Ermittlung ausländischer Einkünfte nach dem deutschen Steuerrecht
  3. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Gibraltar, Singapur, Zypern)
  4. Beratung zum vorteilhaften Steuerregime für vermögende Ausländer in Italien

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Empfehlungen zur Bestimmung steueroptimierter Verrechnungspreise
  2. Detaillierte Informationen zu Patent- und IP-Box
  3. Abschätzung der Vor- und Nachteile bei Gründung von Betriebsstätten oder Tochtergesellschaften im Ausland
  4. Entwicklung internationaler Unternehmensstrukturen nach dem Mittelstandsmodell

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Standort Bonn

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Telefon-/Videokonferenz

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für internationales Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Steuergestaltung (2) internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Steuergestaltung im internationalen Steuerrecht – Christoph JuhnHerunterladen

Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist ein aufstrebender Wirtschaftsstandort und bereits jetzt einer der wichtigsten im Nahen Osten. Dabei spielen die Freihandelszonen in Dubai eine herausragende Rolle unter den mittlerweile 47 Freizonen in den VAE. Tatsächlich hat man hierzu sehr verschiedene Freihandelszonen und Freihäfen in Dubai geschaffen, die auf jeweils spezifische Wirtschaftszweige ausgerichtet sind. Dadurch erleichtert und fördert man gleichermaßen den Austausch zwischen den dort angesiedelten Unternehmerinnen und Unternehmern. Hinzu kommt das attraktive steuerliche Regime, das speziell auf die Freihandelszonen ausgerichtet ist, etwa eine Zollbefreiung auf die Einfuhr von Rohstoffen und Gütern. Daher geben wir Ihnen nun einen kurzen Überblick über die wichtigsten Freihandelszonen in Dubai.

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Unser Video: Ohne Wegzugsteuer nach Dubai

In diesem Video erklären wir, wie man die Wegzugsteuer vermeiden kann, um steuerfrei nach Dubai auszuwandern.

Inhaltsverzeichnis


1. Freihandelszonen in Dubai – Einleitung

Dubai, ein pulsierendes Wirtschaftszentrum im Herzen des Nahen Ostens, bietet insbesondere mittelständischen Unternehmern unvergleichliche Möglichkeiten zur Entwicklung und Expansion. Mit seinen Freihandelszonen setzt Dubai neue Maßstäbe für Geschäftsfreiheit und Investitionen (zum Beispiel in Puncto Kapitalverkehrsfreiheit).

Dieser Artikel soll Ihnen als umfassender Leitfaden dienen, der die Vorteile dieser Sonderwirtschaftszonen beleuchtet. Darüber hinaus ermutigt er deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer, die vielfältigen Vorteile der Freihandelszonen in Dubai für ihre Geschäfte zu nutzen.

2. Was sind Freihandelszonen?

Freihandelszonen in Dubai (Free Zones) sind speziell ausgewiesene Gebiete, in denen Unternehmen von einer liberaleren Wirtschaftspolitik profitieren können. Zu den Hauptvorteilen gehören Steuerbefreiungen, vollständige Anerkennung inländischen Eigentums für Ausländer und keine Beschränkungen beim Transfer von Kapital und Gewinnen. Diese Zonen sind strategisch günstig gelegen, oft in der Nähe von Häfen oder internationalen Flughäfen, was den Handel und die Logistik erheblich erleichtert.

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Haben Sie Fragen zu internationalen Verrechnungspreisen?

Unsere Kanzlei hat sich hierauf besonders spezialisiert. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin mit unseren Steuerberatern und Rechtsanwälten:

3. Welche Freihandelszonen gibt es in Dubai und was macht sie besonders?

Dubai hat sich als globales Geschäftszentrum etabliert, wobei die Freihandelszonen eine zentrale Rolle spielen. Diese Zonen bieten Unternehmen umfangreiche Vorteile wie vereinfachte Unternehmensgründungen, Steuerbefreiungen und Wegfall der Zollgebühren. Darüber hinaus erleichtern sie den Zugang zu den boomenden Märkten des Mittleren Ostens, Afrikas und Südasiens. Nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Freihandelszonen in Dubai und eine kurze Vorstellung der restlichen Zonen.

3.1. Freihandelszonen in Dubai: Jebel Ali Free Zone (JAFZA)

Als eine der größten und ältesten Freihandelszonen in Dubai ist JAFZA besonders für seine strategische Lage bekannt, die einen direkten Zugang zum Hafen Jebel Ali, einem der größten Containerhäfen der Welt, bietet. Darüber hinaus profitieren Unternehmen hier von einer hervorragenden Infrastruktur und einem breiten Spektrum an Lager- und Büroflächen.

3.2. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Airport Free Zone (DAFZA)

Direkt am Dubai International Airport gelegen, ist DAFZA ideal für Unternehmen, die schnellen Zugang zu Luftfracht und Logistikdienstleistungen benötigen. Zusätzlich bietet die Zone fortschrittliche Infrastruktur, umfangreiche Lager- und Büroeinrichtungen und unterstützt eine Vielzahl von Geschäftstätigkeiten, einschließlich Handel und Dienstleistungen.

3.3. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Media City (DMC)

Spezialisiert auf Unternehmen aus den Bereichen Medien und Kommunikation, zieht Dubai Media City multinationale sowie regionale Medienunternehmen an. Es bietet eine dynamische Umgebung, die Kreativität und Zusammenarbeit fördert, mit Zugang zu modernen Bürogebäuden und Studios. Hier sind auch viele Influencerinnen und Influencer aus Deutschland angesiedelt.

3.4. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Internet City (DIC)

Als Informations- und Kommunikationstechnologiepark beherbergt die DIC sowohl etablierte Tech-Giganten als auch aufstrebende Startups. Mit einer umfassenden Infrastruktur und einer Reihe von Dienstleistungen unterstützt die Zone Innovation und Wachstum im digitalen Sektor.

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So finden Startups den passenden Investor

In diesem Video erklären wir, wie erfolgreiche Startups den richtigen Investor finden und wie sie das passende Angebot gestalten.

3.5. Dubai International Financial Centre (DIFC)

Darüber hinaus gibt es in Dubai eine Vielzahl weiterer Freihandelszonen, die spezifische Industrien und Dienstleistungen unterstützen. Das Dubai International Financial Centre ist dabei auf Finanzdienstleistungen spezialisiert und bietet eine einzigartige rechtliche Struktur innerhalb der MENA-Region. Das moderne Bankwesen und die Versicherungsbranche sind hier ebenso zuhause wie Fintechs und der Kapitalmarkthandel. Unter anderem ist dies aber gleichfalls ein vortrefflicher Ort, um Asset Management und Asset Protection zu planen und zu koordinieren. Vor allem jedoch ist das DIFC die ideale Ergänzung für alle anderen Branchen, die sich in einer der Freihandelszonen in Dubai ansiedeln.

Interessant dabei ist auch, dass im DIFC eine eigenständige Rechtsprechung am dort eigens hierfür etablierten Gericht erfolgt. Dieses ist von der Rechtsprechung in Dubai und den VAE losgelöst, was man unter anderem daran erkennt, dass dort Englisch als Amtssprache gilt.

3.6. Dubai Healthcare City (DHCC)

Dubai Healthcare City fokussiert sich auf medizinische Dienstleistungen und Forschung und bietet Unternehmen und Fachkräften im Gesundheitswesen umfassende Einrichtungen.

3.7. Dubai Knowledge Park (DKP)

Dubai Knowledge Park richtet sich an Unternehmen im Bildungssektor und fördert Lernen, Fortbildung und Entwicklung durch eine Zusammenarbeit von akademischen Einrichtungen und Unternehmen. Dies unterstreicht die Bedeutung, die Dubai Zukunftstechnologien beimisst. Schließlich sind dies grundlegende Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung ebenso wie für Investitionen in Zukunftsvisionen.

3.8. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Design District (d3)

Dubai Design District ist für Kreative und Designer gedacht und zielt darauf ab, die Design- und Modeindustrie in der Region zu stärken.

3.9. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Silicon Oasis (DSO)

Weiterhin kombiniert die Dubai Silicon Oasis eine Freihandelszone für Technologieunternehmen mit einem Wohnviertel, was es zu einem integrierten Technologiepark macht. Hier findet Vernetzung somit über kurze Wege statt.

3.10. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Multi Commodities Centre (DMCC)

Dubai Multi Commodities Centre ist ein Handelszentrum für Rohstoffe wie Gold, Diamanten und Tee aber auch für Güter und Dienstleistungen aller Art. Zentral in Dubai gelegen bietet es zudem eine breite Palette von modernen Büro- und Gewerbeflächen sowie eine zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur.

3.11. Freihandelszonen in Dubai: Dubai South Free Zone

Dubai South Free Zone (ehemals Dubai World Central), rund um den Al Maktoum International Airport gelegen, fokussiert sich auf Logistik und Luftfracht. Dabei hat sich dort ein wichtiges internationales Hub etabliert, das als Drehscheibe für globale Lieferketten unverzichtbar geworden ist. Sie ist somit in etwa das, was die Speicherstadt einst für die prosperierende Hansestadt Hamburg war – nur in ultramodern.

3.12. Freihandelszonen in Dubai: Dubai Production City (DPC)

Und dann wäre schließlich noch die Dubai Production City, ehemals bekannt als International Media Production Zone. Sie unterstützt die Produktion und das Outsourcing der Medienbranche.

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Fachberatung für Unternehmensgründungen im Ausland

Unsere spezialisierten Steuerberater und Rechtsanwälte beraten Sie gerne. Rufen Sie uns gerne an oder schildern Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail:

4. Vorteile für zukunftsgewandte mittelständische Unternehmer

Die Entscheidung, ein Unternehmen in einer der Freihandelszonen Dubais zu gründen, bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Zunächst ermöglichen es die Zonen Unternehmern, ihr Geschäft zu 100 % zu besitzen, ohne einen lokalen Sponsor benötigen zu müssen. Tatsächlich ist dies sonst bei einer Dubai LLC ebenso der Fall wie auch andernorts weltweit. Außerdem sind Unternehmensgründungen in Dubai generell sehr leicht und schnell realisierbar. Weiterhin bieten sie bedeutende steuerliche Anreize, einschließlich einer Befreiung von der Einkommensteuer. Zudem fördern diese Zonen den internationalen Handel durch vereinfachte Zoll- und Importverfahren. Freihandelszonen in Dubai sind somit besonders dazu geeignet, um insbesondere Startups und aufstrebenden mittelständischen Unternehmen günstige Voraussetzungen für wirtschaftliche Prosperität zu bieten. Dies ist ein elementarer Motor, um optimale Rahmenbedingungen für Investitionen in Zukunftstechnologien und andere Innovationen zu schaffen.

5. Wie Sie den Umzug nach Dubai planen

Die Planung einer Geschäftsexpansion nach Dubai in Kombination mit einem Wegzug dorthin erfordert sorgfältige Überlegung und Strategie. Dazu zählt sicherlich auch die Beantragung einer zu Ihren Bedürfnissen passenden Aufenthaltsgenehmigung. Das Dubai Golden Visa stellt dabei oft die reizvollste Option dar. Zunächst sollten Sie aber die für Ihr Geschäftsmodell am besten geeignete Freihandelszone auswählen. Berücksichtigen Sie dabei die spezifischen Vorteile, die jede Zone bietet. Hierzu ist es auch ratsam, eine professionelle Steuerberatungskanzlei zu konsultieren, die Erfahrung mit den Gesetzen und Vorschriften in Dubai hat. Idealerweise ist sie darüber hinaus mit spezialisierten Partnern in der Region eng vernetzt. Die richtige Beratung kann Ihnen somit helfen, steuerliche Vorteile zu maximieren und rechtliche sowie steuerliche Fallstricke zu vermeiden.

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Unser Video: Tonnagebesteuerung für deutsche Reeder

In diesem Video erklären wir die Vor-und Nachteile der Tonnagebesteuerung

6. Dubai Free Zones – Fazit

Die Freihandelszonen in Dubai bieten mittelständischen Unternehmern eine einzigartige Gelegenheit, ihre Geschäfte auf ein internationales Niveau zu heben. Jede dieser Freihandelszonen bietet dabei spezialisierte Dienstleistungen und Infrastrukturen, die auf die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Industrien und Branchen zugeschnitten sind. Zusammen bilden sie ein robustes Ökosystem, das Dubai zu einem attraktiven Standort für internationale Geschäfte und Investitionen macht. Mit der gezielten Unterstützung der lokalen Behörden und der Bereitstellung idealer Rahmenbedingungen für die Gründung und Expansion von Unternehmen bieten die Freihandelszonen in Dubai eine einzigartige Plattform für unternehmerischen Erfolg. Durch Steuererleichterungen, Anerkennung der Besitzrechte ausländischer Investoren und vereinfachte Handelsverfahren schaffen Freihandelszonen in Dubai darüber hinaus eine ideale Umgebung für Wachstum und Expansion.

Mit der richtigen Planung und Unterstützung können auch deutsche Mittelständler in Dubai erfolgreich sein und ihre globale Reichweite erweitern. Dubai wartet darauf, Ihr Geschäft zu begrüßen und gemeinsam neue Erfolgsgeschichten zu schreiben. Und wir als Steuerberatungskanzlei mit einem Schwerpunkt auf Unternehmensbesteuerung und internationalem Steuerrecht sowie Unternehmensgründungen im Ausland unterstützen Sie hierbei gerne – von Anfang an.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Bei Fragen zu Unternehmensgründungen im Ausland schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Darstellung der Unterscheide zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht
  2. Beratung zur Besteuerung der Arbeit aus dem Home Office im Ausland
  3. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Schweiz, Singapur, Uruguay)

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Planung und Umsetzung von Unternehmensgründungen im Ausland
  2. Informationen zu Unternehmensformen im Ausland (Österreich, USA)
  3. Vorstellung weiterer Freihandelszonen im Ausland (Belize, Kanaren, Madeira)
  4. Entwicklung steuerlicher Gestaltungsmodelle zur Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Standort Bonn

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Telefon-/Videokonferenz

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Spezialgebiete des Steuerrechts – internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

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Dubai, eine pulsierende Metropole im Herzen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ist bekannt für seine atemberaubende Skyline, luxuriöse Lebensweise und dynamische Geschäftswelt. Für Unternehmer weltweit ist Dubai ein Magnet, der mit seinen einzigartigen Geschäftsmöglichkeiten lockt. In diesem Artikel beleuchten wir, wie Sie ein Unternehmen in Dubai gründen können, mit einem speziellen Fokus auf die Unterschiede zwischen einer Firmengründung in einer Freihandelszone (Free Zone) und einer regulären Gründung in Mainland Dubai. Dieser Leitfaden soll Ihnen sowohl grundlegendes Wissen vermitteln als auch Begeisterung für die vielfältigen Geschäftschancen in Dubai wecken. Willkommen in der modernen orientalischen Erzählung von 1.001 Profit-Möglichkeiten!

Unser Video: Unternehmen in Dubai gründen

In diesem Video erklären wir, welche Rechtsformen in Dubai die attraktivsten sind und welche Bedingungen bei ihrer Gründung gelten.

Inhaltsverzeichnis


1. Unternehmen gründen in Dubai – Einleitung

Die Gründung eines Unternehmens in Dubai klingt verlockend und ist es auch. Doch bevor Sie diesen Schritt wagen, ist es wichtig, das Ökosystem zu verstehen, in dem Sie agieren werden. So bietet Dubai zwei grundlegend verschiedene Ansätze zur Unternehmensgründung: in einer der vielen Free Zones oder direkt in Mainland Dubai. Jede Option hat ihre eigenen Vorteile und Besonderheiten, die sie für verschiedene Unternehmertypen attraktiv machen. Darüber hinaus gelten in Dubai spezielle Bedingungen für die Gründung eines Unternehmens, die potenzielle Gründer kennen sollten.

Eine dritte Option, um ein Unternehmen in Dubai zu gründen, werden wir hier aus gutem Grund unbeachtet lassen. Dabei handelt es sich um die Gründung einer reinen Offshore-Firma in Mainland Dubai. Sie ist zwar durchaus möglich, fast unmöglich ist es aber, für ein solches Unternehmen ein Bankkonto zu eröffnen. Eine solche Unternehmensgründung ist somit nur in speziellen Einzelfällen eine Überlegung wert.

2. Dubai Free Zones: Ein Paradies für Auslandsinvestoren

Die Free Zones in Dubai sind speziell eingerichtete Wirtschaftsareale, die auf die Bedürfnisse ausländischer Investoren zugeschnitten sind. Sie bieten zahlreiche Vorteile, wie die Zusicherung, dass ausländische Investoren im Inland erworbenes Eigentum zu 100 % zusteht. Dazu zählt selbstverständlich auch das Eigentum am eigenen Unternehmen. Außerdem winken eine vollständige Gewinnrückführung und bedeutende Steuererleichterungen. So gilt eine generelle Steuerbefreiung, die für die kommenden 50 Jahre garantiert ist. Ebenfalls interessant ist, dass in bestimmten Free Zones keine Zollgebühren bei der Einfuhr von Gütern anfallen. Allerdings beträgt die Ersparnis in diesem Bereich lediglich 4 % des Werts der eingeführten Waren. Darüber hinaus, und das ist besonders hervorzuheben, erlauben Free Zones es Unternehmern, ihre Geschäfte ohne einen lokalen Partner zu führen. Dies macht sie zu einer äußerst attraktiven Option für viele internationale Geschäftsleute.

Jede Free Zone ist auf bestimmte Wirtschaftsbereiche spezialisiert, was bedeutet, dass Ihr Unternehmen von einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten und branchenspezifischen Dienstleistungen profitieren kann. Trotz der Vorteile gibt es auch Einschränkungen. So ist es Unternehmen in Free Zones beispielsweise verwehrt, direkt mit dem lokalen Markt im VAE-Raum außerhalb der Free Zone zu handeln, ohne einen lokalen Distributor einzuschalten.

Obwohl keine Steuern anfallen, muss man weiterhin beachten, dass die Betriebserlaubnis jährlich durch die Behörden lizensiert werden muss – und dies ist kostenpflichtig. Tatsächlich sind diese Lizenzgebühren im Vergleich zu jenen für Unternehmen außerhalb der Free Zones deutlich geringer. Sie variieren aber auch in Abhängigkeit von der Tätigkeit des Unternehmens und der Free Zone, von der aus es agiert. Daher sind genaue Informationen an dieser Stelle unmöglich. Pauschal kann man aber mit Gebühren ab einer Höhe von etwa EUR 5.000 pro Lizenz rechnen. Im Vergleich zur Besteuerung in Deutschland sind Unternehmer in Dubai sicherlich froh über diese geringen Kosten.

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Haben Sie Fragen zu grenzüberschreitenden Steuergestaltungen?

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3. Mainland-Unternehmen in Dubai gründen: Das Tor zum lokalen Markt

3.1. Vorteile einer Unternehmensgründung in Mainland Dubai

Im Gegensatz dazu ermöglicht eine Firmengründung auf dem Gebiet von Mainland Dubai den direkten Zugang zum lokalen Markt der VAE. Dies eröffnet weitreichende Geschäftsmöglichkeiten, denn dadurch ist ein solches Unternehmen in der Lage, Geschäfte mit einer sehr zahlungskräftigen Kundschaft oder Klientel zu tätigen. Unter anderem ermöglicht es die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen. Doch auch Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen in den Dubai Free Zones sind in diesem Fall möglich. Jedenfalls bedeutet dies insbesondere für Unternehmer, die mit Dienstleistungen auf den Markt treten wollen, etwa in der Unternehmensberatung, im IT-Bereich oder in der Gastronomie, dass sie aus dieser Position heraus vollumfänglich in den VAE arbeiten können.

3.2. Unternehmen in Mainland Dubai gründen: Erfordernis eines lokalen Partners

Für eine Mainland-Gründung ist jedoch in bestimmten Fällen, insbesondere bei der Wahl einer Dubai LLC als Rechtsform, ein lokaler Sponsor oder Partner erforderlich, der mindestens 51 % der Unternehmensanteile hält. Es kommen auch Kapitalgesellschaften als Partner in Frage. Voraussetzung hierbei ist aber, dass sie mehrheitlich von Emiratis gehalten werden. Trotz dieser Beteiligung ist ein solcher Sponsor eher als Stiller Teilhaber anzusehen. Vor allem in Branchen, die an offiziellen Ausschreibungen teilnehmen wollen, etwa um Aufträge der Polizei oder anderer Sicherheitsinstitutionen zu gewinnen, ist ein lokaler Partner mit gutem Leumund erforderlich. Dies kann für einige ausländische Investoren eine Hürde darstellen, bietet aber auch die Chance auf eine tiefe Verwurzelung im lokalen Markt. Denn ein lokaler Partner kann hilfreich bei der Anbahnung von Geschäften mit anderen Emiratis sein. Langfristig zahlt sich dieses Engagement sicherlich mehr als aus.

Zum Glück existiert trotzdem die Möglichkeit, ein Unternehmen in Mainland Dubai zu gründen, ohne dass es dazu lokaler Partner bedarf. Dies gilt insbesondere für die Gründung als Sole Proprietorship (Sole Establishment), was einem Einzelunternehmen oder einer GbR in Deutschland in etwa entspricht. Aber auch für viele Tätigkeitsfelder einer Dubai LLC ist seit 2022 kein lokaler Partner mehr vorgeschrieben. Wenn man jedoch in der Finanzbranche oder im petrochemischen Sektor Fuß fassen möchte, um nur zwei Beispiele zu nennen, bleibt ein lokaler Partner unabdingbar.

3.3. Erfordernis der physischen Präsenz und Geschäftsführung in Dubai

Was man aber auf jeden Fall bei einer Unternehmensgründung in Mainland Dubai beachten muss, ist, dass man eine physische Präsenz vor Ort einrichten und ständig nachweisen muss. Gleiches gilt auch für die Geschäftsführung. Auch sie muss im Inland erfolgen. Dabei ist es einerlei, ob man als Unternehmer selbst aktiv wird oder eine Person mit Wohnsitz in den VAE mit der Geschäftsführung betraut. Führt man die Geschicke des eigenen Unternehmens selbst, ist somit auch eine Aufenthaltserlaubnis für Unternehmer sowie ein Wohnsitz vor Ort erforderlich.

3.4. Besteuerung und Buchführung einer Mainland-Unternehmung in Dubai

Ein weiterer Punkt betrifft die Besteuerung von Unternehmen in Mainland Dubai. Auch hier gilt generell, dass keine Einkommensteuer anfällt. Dies ist somit für Personenunternehmen besonders attraktiv. Seit Juli 2023 greift aber eine Körperschaftsteuer in den VAE und somit auch in Dubai. Von dieser sind also insbesondere Dubai LLCs betroffen, aber auch alle anderen Unternehmen, die außerhalb der Free Zones niedergelassen sind. Der Steuersatz beträgt 9 %, was im Verhältnis allein zur Körperschaftsteuer in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern und Industrienationen weltweit sehr gering ist. Hinzu kommt, dass ein Freibetrag den Gewinn bis zu einer Höhe von AED 375.000 (entspricht in etwa EUR 90.000) steuerfrei hält.

Was uns zum nächsten Aspekt führt, nämlich den Anforderungen zur Buchführung und Bilanzierung. Diese sind in Dubai sehr gering. Auch das Auditing kommt ohne nennenswerte Risiken aus.

3.5. Unternehmensgründung in Mainland Dubai: Gründungskosten und laufende Lizenzgebühren

Vergleichen wir nun die Gründungskosten bei einer Unternehmensgründung in Mainland Dubai mit jenen in einer Free Zone. Hier fangen die Gebühren in der Größenordnung von etwa EUR 20.000 an. Selbstverständlich hängt die Höhe der Lizenzgebühr auch hier von der Art der zu beantragenden Lizenz ab. Und die wiederum richtet sich nach der geschäftlichen Tätigkeit eines Unternehmens. Unter Umständen sind sogar mehrere Lizenzen erforderlich, je nach Umfang der geschäftlichen Betätigung. Schließlich gilt auch für Unternehmen, die man in Mainland Dubai gründen möchte, dass man diese Lizenz jährlich erneuern muss. Und doch sind diese Ausgaben meist deutlich niedriger als die Steuern, die man als Unternehmerin oder Unternehmer in Deutschland zu tragen hätte.

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Fachberatung für Unternehmensgründungen im Ausland, insbesondere in Dubai

Unsere spezialisierten Steuerberater und Rechtsanwälte beraten Sie gerne. Rufen Sie uns gerne an oder schildern Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail:

4. Wichtige Bedingungen für die Unternehmensgründung

Unabhängig von der Wahl einer Firmengründung in einer Free Zone oder in Mainland Dubai, gibt es einige Schlüsselbedingungen, die für die Gründung eines Unternehmens in Dubai erfüllt sein müssen. Dazu gehören die Erstellung eines detaillierten Geschäftsplans, die Wahl der passenden Rechtsform, die Registrierung des Unternehmensnamens (Firma) und die Beantragung der notwendigen Lizenzen. Diese Lizenzen werden vom Department of Economy & Tourism beziehungsweise von den jeweils ausgewählten Free Zones vergeben. In vielen Fällen erfordert ein Antrag zur Erteilung einer Lizenz einen Nachweis der beruflichen Qualifikation. In manchen Fällen kann darüber hinaus eine Prüfung dieser Fähigkeiten erforderlich sein – gegebenenfalls sogar in regelmäßigem Turnus.

Es ist ebenfalls entscheidend, sich mit den steuerlichen Verpflichtungen vertraut zu machen. Zusätzlich sollte ein potenzieller Unternehmer die Kosten für die Unternehmensgründung und den laufenden Betrieb genau kalkulieren. Diese können je nach Standort, Größe des Unternehmens und anderen Faktoren variieren. Auch ist es ratsam, vorab professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um zielsicher durch den Gründungsprozess zu navigieren. Spezialisierte Steuerberatungskanzleien, wie die unsere, bieten diesen Service vollumfänglich an. Dies umfasst auch die Betreuung durch erfahrene Dienstleister vor Ort. Selbstverständlich ist auch auf unsere lokalen Kooperationspartner verlass.

An dieser Stelle sei noch ein Hinweis auf ein potentielles Risiko erlaubt, das nach der Gründung eines Unternehmens in Dubai generell besteht. Die Ausgaben für die erforderlichen Lizenzen sind auch dann zu entrichten, wenn ein Unternehmen einmal keine oder nur sehr geringe Gewinne erzielt. Wer also in Dubai ein Unternehmen gründet, sollte sich dessen Erfolg sicher sein. Auch aus diesem Grund ist die Einreichung eines soliden Businessplans eine Grundvoraussetzung für die Genehmigung zur Gründung eines Unternehmens in Dubai.

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Effiziente E-Commerce-Buchhaltung

In diesem Video erklären wir, wie über optimierte Schnittstellen die Buchhaltung für E-Commerce-Unternehmer funktioniert.

5. Fazit: Ein lohnendes Abenteuer

Die Gründung eines Unternehmens in Dubai bietet sowohl aufregende Möglichkeiten als auch einzigartige Herausforderungen. Die Wahl zwischen einer Free Zone- und einer Mainland-Unternehmensgründung hängt letztendlich von Ihrem Geschäftsmodell, Ihren Zielen und Ihrer Bereitschaft ab, sich auf die lokalen Gegebenheiten einzulassen. Trotz der Unterschiede bieten beide Optionen das Potenzial für Wachstum und Erfolg in einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt.

Die Flexibilität und der direkte Marktzugang machen Mainland-Unternehmen besonders für diejenigen attraktiv, die im Dienstleistungssektor oder im Einzelhandel tätig sein möchten. Allerdings sollten Unternehmer bereit sein, sich mit den regulatorischen Anforderungen und dem geschäftlichen Umfeld, das enger mit der lokalen Wirtschaft verwoben ist, auseinanderzusetzen.

Im Gegensatz dazu eignen sich Free Zone-Unternehmen vor allem für Unternehmungen, die international von Dubai aus agieren sollen. Auf diese Weise kann man sogar von Deutschland oder einem anderen Land außerhalb der VAE aus die Geschäfte führen. Wer also lieber in Deutschland bleiben möchte, dem sei das Gründen eines Unternehmens in einer Dubai Free Zone empfohlen.

Schließlich noch ein weiterer Vorteil, mit dem Dubai für eine Unternehmensgründung wirbt: Dubai ist bislang keine internationale Verpflichtung eingegangen, die einen Informationsaustausch auf dem Gebiet der Steuern zulässt. Auch das Bankgeheimnis in Dubai ist, anders als etwa in der Schweiz, nach wie vor intakt. Darüber hinaus ist Vieles in Dubai digitalisiert und bürokratiearm.

Dabei ist Dubai mehr als nur ein Ort für Geschäfte. Dubai lädt nämlich zu einem Lebensstil ein, der Innovation und Exzellenz belohnt. Für diejenigen, die bereit sind, sich den Herausforderungen zu stellen, kann die Gründung eines Unternehmens in Dubai ein äußerst lohnendes Abenteuer sein. Mit der richtigen Vorbereitung, Verständnis für die lokalen Bedingungen und einer Prise Unternehmergeist steht Ihrem Erfolg in Dubai eine märchenhafte Zukunft bevor – fast wie in den Geschichten aus 1.001 Nacht.


Steuerberater für Unternehmensgründungen im Ausland

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Beim Planen einer Unternehmensgründung im Ausland schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Steueroptimierte Asset Protection mittels einer Familienstiftung in Liechtenstein
  2. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Japan, Namibia, Singapur)
  3. Steuergestaltung zur Vermeidung der Wegzugsteuer beim Wegzug nach Dubai

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Empfehlungen zur Nutzung von Qualifikationskonflikten in Doppelbesteuerungsabkommen
  2. Informationen zu Freihandelszonen im Ausland (Belize, Kanaren, Madeira)
  3. Beratung zum steueroptimierten Ansatz von internationalen Verrechnungspreisen
  4. Entwicklung von Vermeidungsstrategien bei drohender Funktionsverlagerung

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln, Bonn und Düsseldorf gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

image Telefon: 0221 999 832-10 E-Mail: office@juhn.com Mo.-Fr.: 8:30 bis 18:00 Uhr

Standort Bonn

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Telefon-/Videokonferenz

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für internationales Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Spezialgebiete des Steuerrechts – internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

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Viele Unternehmerinnen und Unternehmer überlegen sich heutzutage, ob sie nach Dubai auswandern sollen. Wer von ihnen GmbH-Gesellschafter ist, hat dabei aber auch die Wegzugsteuer zu beachten. Denn die betrifft ausschließlich Kapitalgesellschaften beziehungsweise ihre Gesellschafter. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, um die Wegzugsteuer zu vermeiden. So ist die Umwandlung in eine Personengesellschaft eine elegante Lösung, weil nämlich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) kein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht. Somit entfällt auch die für Personengesellschaften vorgeschriebene Steuerentstrickung, die bei einem Wegzug in ein Land, mit dem Deutschland ein DBA abgeschlossen hat, relevant wird.

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Unser Video: Keine Wegzugsteuer bei Auswanderung nach Dubai

In diesem Video erklären wir, welche zwei Optionen zur Vermeidung der Wegzugsteuer beim Auswandern nach Dubai bestehen.

Inhaltsverzeichnis


1. Auswandern nach Dubai – Einleitung

Dubai ist zu einem Hotspot für neue Märkte geworden, ein Magnet für alle Unternehmer, die nach möglichst großer unternehmerischer Freiheit suchen. Vor allem junge Unternehmer sind diesem Lockruf gefolgt und viele folgen ihnen auch weiterhin, unter anderem viele Influencer.

Doch wer aus Deutschland als GmbH-Gesellschafter nach Dubai oder anderswo ins Ausland auswandern möchte, sieht sich mit der Wegzugsteuer konfrontiert. Sie ist eine Rückversicherung des deutschen Staates, um den Wertzuwachs, den eine Kapitalgesellschaft in Deutschland bis zum Wegzug ihrer Anteilseigner entwickelt hat, im Inland zu versteuern. Denn sobald ein Gesellschafter die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland ablegt, um sich im Ausland anzusiedeln, geht auch das Besteuerungsrecht am dereinst realisierten Wertzuwachs auf den neuen Heimatstaat über, während Deutschland dann die Steuern auf diesen Gewinn entschwinden.

2. Auswandern nach Dubai: die Wegzugsteuer als Hürde

Reden wir also über die sagenumwobene Wegzugsteuer. Zunächst einmal ist sie in § 6 AStG normiert. Wie bereits erwähnt, ist sie eine Maßnahme, um den Wertzuwachs, den Gesellschafter in ihrer Kapitalgesellschaft bis zum Zeitpunkt ihres Wegzugs ins Ausland erfahren haben, zu besteuern, solange dies noch möglich ist. Man spricht dabei gerne von der juristisch letzten Sekunde, also mit Ablauf des letzten Tages, an dem ein solcher Gesellschafter in Deutschland steuerlich ansässig ist.

Was genau geschieht dann? Das Gesetz sieht dann das vereinfachte Ertragswertverfahren vor. Es schreibt vor, dass man den Durchschnitt der Gewinne der vorangegangenen drei Jahre ermittelt und dann mit einem Faktor von 13,75 multipliziert. Das Ergebnis dieser Berechnung ist eine pauschale Schätzung des Unternehmenswerts. Da die meisten GmbHs mit dem Mindeststammkapital von EUR 25.000 gegründet werden, kommen in der Regel kaum Anschaffungskosten zum Abzug. Jedenfalls führt man dann auf dieser Basis die vorweggenommene Besteuerung eines fingierten Unternehmensveräußerungsgewinns durch.

Und genau das ist der Punkt, der GmbH-Gesellschaftern, die ins Ausland fortziehen wollen, nur schwer zu vermitteln ist: Sie sollen Steuern auf einen Gewinn zahlen, der nie vereinnahmt wurde. Selbstverständlich bedeutet dies konkret, dass sie die Wegzugsteuer dann aus nettoversteuertem Privatvermögen zu zahlen haben. Und so ist es auch kein Wunder, dass viele Betroffene nach Auswegen suchen, um die Wegzugsteuer zu vermeiden.

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Haben Sie Fragen zur Wegzugsteuer und zu Möglichkeiten, sie zu vermeiden?

Unsere Kanzlei hat sich hierauf besonders spezialisiert. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin mit unseren Steuerberatern und Rechtsanwälten:

3. Optionen zur Vermeidung der Wegzugsteuer

Sprechen wir also über die Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um die Wegzugsteuer zu vermeiden. Dabei muss man zwei Bedingungen beachten: den Wegzug in ein Land, mit dem Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen hat und in ein solches, mit dem kein Abkommen besteht.

Der Wegzug in ein Land mit DBA ist der wohl wahrscheinlichere Fall, weil Deutschland mit ungefähr 100 Steuerregimen weltweit ein solches Abkommen vereinbart hat. Hier gibt es gleich mehrere Optionen zur Vermeidung der Wegzugsteuer. Dazu kann man entweder eine Umwandlung in eine Personengesellschaft vornehmen oder die Kapitalgesellschaft als Tochtergesellschaft in eine Holdingstruktur überführen, bei der eine Personengesellschaft Muttergesellschaft ist. Der Grund hierfür ist, dass die Wegzugsteuer nur Kapitalgesellschaften und somit keine Personengesellschaften betrifft. Aus dem gleichen Grund kann man auch eine atypisch stille Gesellschaft mit der eigenen GmbH eingehen. Oder man überführt die GmbH in eine Stiftung, sodass man zum Zeitpunkt des Wegzugs selbst keine Anteile mehr an der GmbH hält.

Der zweite Fall – Wegzug in ein Land ohne DBA – ist für unser Vorhaben – Auswandern nach Dubai – allerdings relevanter. Denn mit den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt momentan kein gültiges Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland vor. Vor wenigen Jahren war das tatsächlich noch anders. Doch hat es kein Interesse deutscherseits gegeben, dies zu verlängern. Daher ist das DBA mit den VAE Ende 2021 ausgelaufen. Im nächsten Kapitel betrachten wir nun, welche Möglichkeiten bestehen, wenn man nach Dubai oder anderswo in die VAE auswandern möchte. Selbstverständlich gilt dies dann auch für alle anderen Länder, mit denen Deutschland kein DBA pflegt.

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Fachberatung für internationales Steuerrecht und grenzüberschreitende Steuergestaltungen

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4. Beim Auswandern nach Dubai die Wegzugsteuer vermeiden

4.1. Option 1: nach Dubai auswandern, ohne den deutschen Wohnsitz aufzugeben

Rein praktisch gesehen ist die erste Alternative, die wir Ihnen anbieten können, um ohne Wegzugsteuer nach Dubai auswandern zu können, die einfachste: man bleibt in Deutschland steuerpflichtig. Ganz genau, denn wenn man weiterhin in Deutschland steuerpflichtig ist, verliert ja Deutschland auch kein Recht zur Besteuerung eines dereinstigen Veräußerungsgewinns. Oder anders ausgedrückt: alles bleibt wie es ist, nur dass Sie sich dann in Dubai aufhalten.

Wie man das erreicht? Auch das ist recht simpel, nämlich mit einem Schlüssel. Das ist kein magischer Zauberschlüssel, sondern ein Schlüssel, der Ihnen in Deutschland Zugang zu einer Unterkunft gewährt. Dies kann ihr bisheriges Haus oder ihre bisherige Wohnung sein. Es kann auch ein eigens dafür angemietetes Appartement sein. Oder das Gästezimmer eines Verwandten oder Bekannten in Deutschland. An die Räumlichkeiten selbst sind dabei keine Ansprüche zu stellen. Wichtig ist eben nur der Schlüssel, der jederzeit Zutritt zu diesem Wohnsitz zu verschaffen vermag; man spricht dabei von Schlüsselgewalt. Denn mit dem Schlüssel geht auch die steuerliche Begründung eines Wohnsitzes einher. Und mit einem Wohnsitz im Inland ist man in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Damit bleibt Deutschland das Besteuerungsrecht an einem zukünftigen Veräußerungsgewinn erhalten. Dass man den Wohnsitz nur alle paar Tage im Jahr aufsucht und sich sonst überwiegend in Dubai aufhält, ist irrelevant.

Allerdings hat das Beibehalten eines Wohnsitzes in Deutschland einen gravierenden Nachteil. Da Deutschland nach dem Welteinkommensprinzip Steuern erhebt und Sie dann weiterhin der unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland unterliegen, bedeutet dies, dass Sie all ihre Einkommen aus dem In- und Ausland hierzulande versteuern müssen, somit auch jene aus Dubai. Und da wir ja kein DBA mit Dubai haben, kann dies, zumindest hypothetisch, zu einer Doppelbesteuerung in beiden Ländern führen. Jedenfalls ist damit das Ziel, in Dubai weniger Steuern als zuvor in Deutschland zu zahlen, unerreichbar.

4.2. Option 2: Umwandlung der GmbH in eine Personengesellschaft

Wie gut, dass es eine weitere Möglichkeit gibt, um ohne Wegzugsteuer nach Dubai auswandern zu können. Und bei dieser Gestaltung ist dann auch die Doppelbesteuerung kein Thema mehr. Allerdings muss man hierfür ein wenig mehr planen und umsetzen.

Eigentlich haben wir den Weg, den wir hier beschreiten wollen, bereits erwähnt. Es geht uns nämlich um die Nutzung einer Personengesellschaft, die ja von der Wegzugsbesteuerung ohnehin ausgeschlossen ist. Die Frage ist also, wie man aus einer GmbH eine Personengesellschaft entstehen lässt. Hierzu gibt es mehrere Wege. Einerseits ist eine Umwandlung der GmbH etwa in eine GmbH & Co. KG möglich. Wir bevorzugen diese Rechtsform, weil sie gleich mehrere Vorteile gegenüber anderen Personengesellschaften besitzt, darunter auch, dass man sie ohne weitere Mitgesellschafter gründen kann. Andererseits kann man eine Holdingstruktur gründen und die GmbH-Beteiligungen in die Holding-GmbH & Co. KG einbringen. Damit bleibt das Besteuerungsrecht Deutschlands ebenfalls erhalten, weil ja die GmbH & Co. KG als gewerbliches Unternehmen, auch wenn sie abgesehen von der GmbH-Beteiligung völlig leer ist, in Deutschland steuerlich verhaftet bleibt.

Der Vorteil bei dieser Gestaltung ist klar auf der Hand: man kann nun nach Dubai oder in ein anderes Steuerregime, mit dem Deutschland kein DBA unterhält, auswandern, ohne dass Wegzugsteuer anfällt und ohne in Deutschland steuerpflichtig zu bleiben. Auf diese Weise kann man von den steuerlichen Vorteilen in der neuen Heimat in vollem Umfang profitieren.

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Mit Management-Holding Wegzugsteuer vermeiden

In diesem Video erklären wir, wie GmbH-Gesellschafter ohne Wegzug- oder Entstrickungsteuer ins Ausland auswandern können.

5. Ohne Wegzugsteuer nach Dubai auswandern – Resümee

Wir freuen uns gezeigt zu haben, dass eine GmbH-Beteiligung, aufgrund der drohenden Wegzugsteuer, kein Grund ist, der uns vom Auswandern nach Dubai abhalten sollte. Dabei ist es einerlei, ob man in ein Land fortziehen möchte, mit dem Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat oder, ob eben kein Abkommen vorliegt. Allerdings ist bei der Umsetzung dieses Vorhabens einiges zu beachten. Zum Beispiel ist die Vermeidung der Entstrickungsteuer beim Auswandern in ein Land, mit dem ein DBA besteht, mit einigem Aufwand verbunden, den man aber auch zum eigenen Vorteil gestalten kann.

Deshalb ist unsere klare Empfehlung: wenn Sie als Gesellschafter einer GmbH beabsichtigen ins Ausland fortzuziehen, dann besprechen Sie diesen Wunsch mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater. Besser noch, suchen Sie den Rat eines auf dieses Thema spezialisierten Expertenteams. Denn wenn man hierbei in nur winzigen Details von den erforderlichen Schritten abweicht, kann sich dies auf steuerlicher Ebene negativ niederschlagen. Und das würden wir Ihnen gerne ersparen. Darum empfehlen wir uns an dieser Stelle und freuen uns auf ihren Anruf. Er müsste jetzt jeden Augenblick bei uns eingehen.


Steuerberater für internationales Steuerrecht

Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum internationalen Steuerrecht spezialisiert. Beim Thema Wegzug ins Ausland schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:

Internationales Steuerrecht – Privat

  1. Informationen zum Steuerrecht in ausländischen Steuerregimen (zum Beispiel Campione d’Italia, San Marino, Singapur)
  2. Empfehlungen zum steuerfreien Verkauf von Kryptowährungen im Ausland
  3. Beratung zur Vermeidung von Steuerhinterziehung durch Vermietung von Immobilien in Dubai

Internationales Steuerrecht – Unternehmen

  1. Empfehlungen zur Gründung von Unternehmen im Ausland
  2. Informationen zu Unternehmensformen im Ausland (Dubai, Österreich, USA)
  3. Entwicklung grenzüberschreitender steuerlicher Gestaltungsmodelle

Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln und Bonn gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

Standort Köln

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Lehrauftrag für internationales Steuerrecht

Unsere besonderen Expertisen für internationales Steuerrecht werden auch durch die FOM Hochschule bestätigt. Steuerberater Christoph Juhn wurde dort zum Lehrbeauftragten für Steuerrecht berufen und lehrt seit dem Wintersemester 2013 die Veranstaltung „Spezialgebiete des Steuerrechts – Internationales Steuerrecht“. Das vorlesungsbegleitende Skript stellen wir Ihnen hier gerne vorab als Information zum kostenlosen Download zur Verfügung:

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