Doppelbesteuerung Dänemark

Doppelbesteuerungsabkommen Dänemark

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DBA Dänemark

Doppelbesteuerungen mit anderen Staaten werden durch Doppelbesteuerungsabkommen vermieden. In diesem Beitrag greifen wir das DBA Dänemark auf, um uns die wichtigsten Regelungen und Unterschiede zum OECD-MA anzuschauen und festzuhalten. 

Datum Thema
08. Januar 2021 Doppelbesteuerung und Doppelbesteuerungsabkommen
26. Oktober 2020 Das OECD-Musterabkommen im Überblick – OECD-MA als Grundlage für DBA
08. Januar 2021 Übersicht zu den wichtigsten Artikeln des OECD-MA
08. Januar 2021 Doppelbesteuerung ohne DBA: Geschäftsbeziehungen zu Staaten ohne DBA
02. Januar 2021 Doppelbesteuerungsabkommen Dänemark (dieser Beitrag)
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Unser Video:
Doppelbesteuerungsabkommen

In diesem Video erklären wir anhand des OECD-MA wie Doppelbesteuerung funktioniert und durch ein DBA verhindert wird.

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1. Einleitung

Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Dänemark wurde im Jahr 1996 abgeschlossen. Das DBA ist hier sogar ein wenig besonders, da es nicht nur die Steuern vom Einkommen und vom Vermögen behandelt, sondern auch Erbschaft- und Schenkungsteuer. In vielen anderen Fällen werden für letztere Steuerangelegenheiten eigene DBA abgeschlossen.

2. Die Artikel im Einzelnen

Wie auch in anderen DBA regeln die Artikel 1 bis 5 DBA Dänemark grundsätzliche Bestimmungen und Begrifflichkeiten. Diese sind am OECD-MA orientiert und weichen nur in seltenen Einzelfällen von der Norm ab. Sofern also nichts anderes bestimmt ist, ist sich an den Regelungen des OECD-MA zu orientieren.

2.1. Art. 10 – Dividenden

Ähnlich wie beim OECD-MA sind auch im DBA Dänemark grundsätzlich 15% Quellensteuer auf Dividenden einzubehalten. Die Quellensteuer wird aber auf 5% reduziert, wenn die Gesellschaft an der ausschüttenden Gesellschaft zu mindestens 10% beteiligt ist. Für die Quellensteuer ist auch ein Betriebsstättenvorbehalt zu berücksichtigen: Sollte die empfangende Gesellschaft über eine Betriebsstätte im Staat der ausschüttenden Gesellschaft verfügen und die Beteiligung ist eben dieser Betriebsstätte zuzurechnen, so darf keine Quellensteuer nach DBA einbehalten werden.

2.2. Art. 13 – Veräußerungsgewinne

Artikel 13 DBA Dänemark beschäftigt sich mit der Veräußerung von Wirtschaftsgütern. Werden z.B. Grundstücke oder Immobilien verkauft, so werden diese nach dem Belegenheitsprinzip im Belegenheitsstaat versteuert. Im DBA Dänemark weitet sich der Art. 13 allerdings aus, da auch die Veräußerung von Aktien und anderen Beteiligungen hierunter fällt, wenn das Vermögen der Gesellschaft, an der man beteiligt ist, hauptsächlich aus unbeweglichem Vermögen besteht.

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2.3. Art. 15 – Unselbständige Arbeit

Die Regelungen für Arbeitnehmer sind gleichlautend mit den Bestimmungen aus dem OECD-MA. Dies bedeutet, dass es keine besonderen, abweichenden Regelungen für Grenzgänger und Pendler gibt, wie es Sie bspw. im DBA Österreich gibt.

2.4. Methode zur Vermeidung der Doppelbesteuerung

Auch hier wird die Doppelbesteuerung durch die Freistellungsmethode vermieden. Ein Staat erhält das volle Besteuerungsrecht, während der andere Staat auf sein Besteuerungsrecht verzichtet. Zusätzlich ist für Quellensteuer auch die Anrechnungsmethode anzuwenden, wenn der Quellstaat Steuer einbehalten hat.

3. Erbschaftsteuer & DBA Dänemark

Die Art. 25 bis 28 DBA Dänemark regeln die Doppelbesteuerung bei Erbschaft- und Schenkungsangelegenheiten. Dies betrifft insbesondere unbewegliches und bewegliches Vermögen, welches Teil eines Nachlasses wird.

Unbewegliches Vermögen wie bspw. Grundstücke und Immobilien wird im Belegenheitsstaat besteuert. Dies hängt mit dem grundsätzlichen Belegenheitsprinzip zusammen. Bewegliches Vermögen hingegen wird nur dann im Belegenheitsstaat versteuert, wenn dieses durch eine Betriebsstätte oder eine andere feste Einrichtung an diesen Staat gekoppelt ist.


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