Steuergestaltung für Influencer: 10 Jahre steuerfrei
Influencer sind in unserer medial geprägten Welt omnipräsent. Ein wesentliches Merkmal von Influencern ist dabei, dass sie als Werbeträger für die unterschiedlichsten Produkte fungieren. Selbstverständlich verdienen sie damit Geld, Geld, dass sie aber auch versteuern müssen. Doch ohne eine Steuergestaltung für Influencer kann die Steuer sehr hoch ausfallen. Daher sind manche Influencer in der Vergangenheit nach Dubai ausgewandert. Wie es aber auch anders gehen könnte, verraten wir in unserem Beitrag.
Unser Video: Influencer mit GmbH – von Anfang an
In diesem Video erklären wir, warum es für Influencer besonders sinnvoll ist, von Beginn an eine GmbH zu gründen.
Inhaltsverzeichnis
1. Steuergestaltung für Influencer – Einleitung
Influencer stellen eine neue Berufskategorie dar. Geboren aus einem Hobby heraus, das auf dem Mitteilungsbedürfnis einzelner basiert, ist die Tätigkeit von Influencern mittlerweile ein weltweites soziales Phänomen geworden, dass alle Gesellschaftsschichten umfasst. Als Begleiterscheinung sprang die Marketingindustrie auf diesen Trend auf. Sie erkannte schon früh, dass man mit der Beliebtheit von Influencern auch Reichweite für eigene Produkte erzielen kann. Und wenn es dabei sogar um Produkte geht, für die sich die Generation, aus der die jeweiligen Influencer stammen, besonders interessiert, dann stimmt auch die Glaubwürdigkeit solcher Werbekampagnen; ein perfektes Match.
Dadurch sind Influencer zu idealen Werbeträgern in unserer digitalen neuen Medienwelt geworden. Doch ebenso wie etwa Musik-, Film- und Sportstars verdienen und versteuern sie ihre Einnahmen ganz regulär. Wer aber als Influencer einfach zu arbeiten anfängt, ohne sich zuvor um das komplexe Thema Steuern zu kümmern, findet schnell heraus, wie hoch der Spitzensteuersatz in Deutschland ist. Unter Umständen entsteht diese Erkenntnis sogar über den Umweg einer Steuerhinterziehung. Eine Steuergestaltung für Influencer ist also ein Muss, wenn es darum geht, Steuern zu sparen. Doch ist dies an gewisse Bedingungen geknüpft. Zum Teil sind diese nur umsetzbar, wenn man sie schon beim Start implementiert. Welche Steuergestaltungen für Influencer dabei in Frage kommt und wie sie hierdurch Steuern sparen können, wollen wir in diesem Beitrag erörtern.
2. Wodurch zeichnen sich Influencer aus?
Betrachten wir zunächst, welche besonderen Charakteristika Influencer kennzeichnen. Denn diese haben durchaus Einfluss auf die Art und Weise, wie Influencer ihre Einnahmen gewinnen. Dies hat wiederum Auswirkungen auf ihre Besteuerung. Folglich brauchen wir diese Informationen, um eine passende Steuergestaltung für Influencer zu entwickeln.
Influencer sind Personen, die durch ihre Persönlichkeit sehr viele andere Menschen faszinieren. Dadurch erreichen sie in den sozialen Medien eine Bekanntheit, die sie unter anderem über die Zahl ihrer Follower messen können. Bekanntheit hängt somit mit den persönlichen Attributen der Influencer zusammen. Diese kann man als Persönlichkeitsmerkmale zusammenfassen. Tatsächlich kann man solche Merkmale auch als Persönlichkeitsrechte definieren und so behandeln, wie alle anderen Rechte auch. Dazu später mehr.
Die Bekanntheit von Influencern ist, wie bereits erwähnt, für verschiedene Produktanbieter interessant. Sie gehen oft auf bestimmte Influencer zu, von denen sie überzeugt sind, dass diese ihre Produkte am besten repräsentieren und vermarkten. Es geht ihnen also darum, dass Influencer ihre Produkte im Internet bewerben. Oft schließen Marketingpartner und Influencer sogenannte Influencerverträge ab, die den Umfang der jeweiligen Leistungen und Gegenleistungen definieren. Dazu kann unter anderem zählen, dass Influencer Produktproben zugeschickt bekommen, diese testen und im Internet vorführen können und danach sogar für den privaten Gebrauch behalten dürfen. Allein der letztgenannte Umstand kann bereits steuerpflichtig sein.

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3. Steuergestaltung für Influencer: der falsche Einstieg
Da anfangs aber niemand zuverlässig vorhersehen kann, ob man als Influencer erfolgreich sein wird, fangen sie ihre Tätigkeit meistens als reines Hobby an. Sie nutzen das Internet einfach als Mitteilungsmedium. Doch mit zunehmender Bekanntheit kommen früher oder später die ersten Anfragen von Werbepartnern auf sie zu. Nehmen sie nun einen ersten Auftrag an und ist dieser finanziell lukrativ, ist dieser bereits steuerpflichtig. Genauer betrachtet handelt es sich bei dieser Werbetätigkeit ab diesem Zeitpunkt um ein gewerbliches Einzelunternehmen. Als Einzelunternehmen unterliegen die Einkünfte der Influencer ganz regulär der Einkommensteuerpflicht.
Und damit ist es bereits zu spät, um sich Gedanken über eine Steuergestaltung für Influencer zu machen. Zwar könnten sie sich nun dafür entscheiden, aus der Rechtsform des Einzelunternehmens in eine andere zu wechseln, doch aus einem anderen Grund bleiben dabei möglicherweise erhoffte Steuervorteile aus. Das hängt mit dem Ausmaß ihrer Bekanntheit zusammen, denn dieses verleiht ihren Persönlichkeitsrechten einen gewissen Wert. Schließlich ist die persönlichkeitsgesteuerte Bekanntheit von Influencern für Werbepartner ausschlaggebend. Diesen Wert kann man in einem Einzelunternehmen aber keinesfalls separat nutzen, weil es durch die enge, weil persönliche Koppelung an den Influencer fester Bestandteil des Unternehmens ist.

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4. Steuergestaltung für Influencer: der ideale Start
4.1. Steuergestaltung für Influencer: Gründung einer Influencer-GmbH
Wenn also das Einzelunternehmen der falsche Einstieg ist, wie sieht die Ideallösung aus? Wenig überraschend, es ist eine GmbH. Denn wenn man als angehender Influencer eine GmbH gründet, dann ist dies eine eigenständige, juristische Person. Sie ermöglicht es Influencern ihre Persönlichkeitsrechte zu behalten, denn anders als bei einem Einzelunternehmen kann man ja hier zwei verschiedene Rechtsträger unterscheiden.
4.2. Achtung: Betriebsaufspaltung!
Allerdings birgt die GmbH-Gründung durch Influencer ein besonderes Risiko. Denn die später einmal wertvollen Persönlichkeitsrechte sowie die eigenen Social-Media-Kanäle lösen eine Betriebsaufspaltung aus, wenn man sie der GmbH entgeltlich oder unentgeltlich überlässt statt sie einzubringen. Daher empfehlen wir, dass man die GmbH-Gründung zusammen mit einer weiteren Person vornimmt, wobei man die Gesellschaftsanteile zu gleichen Teilen aufteilt. Dadurch hat der Influencer als GmbH-Gesellschafter keine Möglichkeit, die GmbH alleine zu beherrschen. Und wenn keine Beherrschung durch den Influencer möglich ist, dann besteht auch kein sogenannter einheitlicher Betätigungswille. Aus steuerrechtlicher Sicht fällt damit ein wichtiges Kriterium für die Annahme einer Betriebsaufspaltung weg. Andernfalls würde bei einer Betriebsaufspaltung die Übertragung der Persönlichkeitsrechte auf Ebene der GmbH erfolgen, weil dann davon ausgegangen wird, dass es nie eine steuerrechtlich relevante Trennung zwischen der GmbH und den Persönlichkeitsrechten gegeben hat. Es wäre dann praktisch die gleiche Situation wie bei einem Einzelunternehmen.
Mit unserer Steuergestaltung für Influencer können wir diesen steuerlichen Nachteil von Anfang an ausschließen. Als Mitgesellschafter in der GmbH bieten sich übrigens besonders nahe Verwandte an, denen man uneingeschränkt vertraut. Mit unserer Steuergestaltung für Influencer ist daher ein späterer Verkauf der immateriellen Wirtschaftsgüter aus dem Privatvermögen heraus immer noch möglich, ohne dass es dabei zu einer Besteuerung auf Ebene der GmbH uns damit zur Auflösung der Betriebsaufspaltung kommt.
4.3. Verkauf der immateriellen Wirtschaftsgüter an die GmbH
Nach der Gründung der GmbH nimmt man die Tätigkeit als Influencer auf und sammelt sowohl Erfahrung als auch Bekanntheit. Über die nächsten Jahre sollte die Bekanntheit stetig wachsen und dürfte dann irgendwann einmal einen Punkt erreicht haben, an dem man erkennen wird, dass die Bekanntheit kaum noch weiter ansteigt. Zu diesem Zeitpunkt dürften die Social-Media-Kanäle und die Persönlichkeitsrechte ihren Zenit erreicht haben und besonders wertvoll sein. Wenn man nun diese immateriellen Wirtschaftsgüter an die GmbH verkauft, dann kann diese jährliche Abschreibungen auf sie vornehmen. Schließlich kann man nun davon ausgehen, dass sich ihr Wert allmählich abnutzt. Gleichzeitig verdient die GmbH aber mit der Tätigkeit des Influencers weiterhin Gewinne. Statt aber diese Gewinne über eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter auszuschütten, verwendet die GmbH sie, um die Kaufpreisforderung des Influencers zu begleichen.
Der Steuervorteil dabei ist, dass dies steuerfrei ist. Schließlich wird dabei ja nur eine Verbindlichkeit ausgeglichen, worauf man logischerweise in Deutschland keine Steuern zahlen muss. Unter idealen Umständen kann dies sogar dazu führen, dass Influencer mit unserer Gestaltung bis zu zehn Jahre lang keine Steuern zu zahlen brauchen.
Ebenfalls interessant: Zahlen Influencer weniger Steuern?
In diesem Video erklären wir, wie das oberste Finanzgericht über die Besteuerung von Influencern geurteilt hat.
5. Steuergestaltung für Influencer – Fazit
Influencer haben die Möglichkeit, erheblichen Einfluss auf die Höhe ihrer Steuern zu nehmen. Allerdings ist dies nur dann der Fall, wenn die Steuergestaltung für Influencer von Anfang an etabliert wird. Sobald ein Einzelunternehmen vorliegt, sind die Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Zwar kann man dann immer noch den einen oder anderen Ansatz verfolgen, doch den größten Gewinn können Influencer tatsächlich mit unserer hier vorgestellten Ideallösung erzielen.
Daher nehmen wir diese Feststellung stellvertretend für viele weitere Beispiele, in denen Steuerpflichtige mit der passenden Gestaltung zur richtigen Zeit Steuern zu sparen vermögen, zum Anlass, um darauf hinzuweisen, wie wichtig Steuerberatung für Unternehmen und Unternehmer ist. Denn wer auf Steuergestaltung verzichtet, zahlt in aller Regel mehr Steuern. Das liegt am deutschen Steuerrecht (obwohl dies so auch für die meisten anderen Länder der Welt gilt). Es gibt nämlich keine allgemeine Günstigerprüfung für alle Besteuerungsangelegenheit, die von Amts wegen dafür sorgt, dass alle Steuerpflichtigen nur den Minimalbetrag an Steuern zu entrichten haben. Mit unserer Unterstützung können Sie sich von dieser Fessel lösen und den für Sie optimalen Steuerbetrag dennoch erzielen. Rufen Sie uns also rechtzeitig an, damit wir für Sie die passende Gestaltung entwickeln können.
Steuerberater für Influencer
Unsere Kanzlei hat sich besonders auf die steuerrechtliche Gestaltungsberatung zum Unternehmensteuerrecht spezialisiert. Bei der Steueroptimierung von Influencern schätzen Mandanten unser Know-how beispielsweise in folgenden Bereichen:
GmbH
- Empfehlungen zur Höhe von GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführergehältern
- Vornahme steueroptimierter Gewinnausschüttungen
- Erläuterung der Vor- und Nachteile der Besteuerung mittels Kapitalertragsteuer und Teileinkünfteverfahren
- Warnung vor Betriebsaufspaltungen und nachträgliche Schadensbegrenzung
- Strategische Beratung von Kapitalgesellschaften durch Aufbau von Organschaft- und Holdingstrukturen
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