Wer frühzeitig Geld, Festgeldkonten, Bargeld oder Girokonten unter dem Vorbehalt des Nießbrauchs überträgt, spart mehrt als 70 % Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer. Dies liegt daran, dass der Nießbrauch bei der Schenkungssteuer abgezogen werden kann. Wir zeigen, wie Sie die Steuern sparen!

Steuerberater für Schenkungsteuer und Erbschaftsteuer: Der Nießbrauch als pfiffige Steuergestaltung

Steuerberater für Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer: Der Nießbrauch als pfiffige Steuergestaltung


1. Was ist ein Nießbrauch?

Für verschenktes Vermögen erhält der Beschenkte in der Regel sämtliche Eigentumsrechte. Anders beim Nießbrauch: Hier stehen dem Schenkenden noch die Verwaltungsrechte und das Recht auf Fruchtziehung an dem Vermögen zu. Das bedeutet, dass der Schenkende auch nach der Schenkung grundsätzlich noch bestimmen darf, wie das Vermögen angelegt wird. Außerdem stehen dem Schenkenden weiterhin die Erträge (= Zinsen) zu.

2. Wie viel Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer wird gespart?

Wird beispielsweise ein Vermögen in Höhe von EUR 1.000.000,00 von der Mutter (60 Jahre) auf ihren Sohn übertragen, berechnet sich die eingesparte Schenkungssteuer wie folgt:

2.1. Variante 1: Schenkung ohne Nießbrauch

Wert des Vermögens: 1.000.000

Freibetrag für Kind: – 400.000

Schenkungssteuerpflichtig: 600.000

x Steuersatz: 15 %

Schenkungssteuer: 90.000

2.2. Variante 2: Schenkung mit Nießbrauch

Zunächst ist eine fiktive jährliche Rendite zu ermitteln. Bei Geld ist diese durch § 15 Abs. 1 Bewertungsgesetz gesetzlich mit fix 5,5 Prozent vorgegeben. Bei EUR 1 Millionen ergibt sich ein theoretische Zinsertrag von EUR 55.000 p.a. Dabei ist uns bekannt, dass dieser Wert in Zeiten des Niedrigzins utopisch hoch ist. Doch ist dies die historische Vorgabe des Gesetzgebers. Unsere Nießbrauchsgestaltung nutzt genau diese historische Gesetzeslücke.

Aus des Geschlecht (weiblich) und dem Alter (60 Jahre) lässt sich die statistische Lebenserwartung (21,52 Jahre) und der Multiplikator (12,779) ableiten.

Der Kapitalwert des Nießbrauchs bestimmt sich durch die Multiplikation des Multiplikators (12,779) und des fiktiven Zinsertrags (EUR 55.000) und ergibt folglich EUR 702.845. Damit beträgt der Kapitalwert des Nießbrauchs mehr als 70 % des verschenkten Vermögens! Bitte klicken Sie hier für mehr Informationen zum Kapitalwert des Nießbrauchs.

 

Die Schenkungssteuer bestimmt sich nun wie folgt: 

Wert des Vermögens: 1.000.000

Kapitalwert Nießbrauch: – 702.845

Freibetrag für Kind: – 400.000

Schenkungssteuerpflichtig: 0

x Steuersatz: 15 %

Schenkungssteuer: 0

Der Freibetrag wird vorliegend nicht in voller Höhe genutzt und steht in Höhe von EUR 102.845 für weitere Übertragungen zur Verfügung.


Steuerberater für die Nießbrauchsgestaltung

Unsere Steuerberater sind dabei auf Erbfälle, Schenkungen und Nießbrauchssachverhalte spezialisiert. Hierzu verfügen unsere Steuerberater und Steueranwälte beispielsweise über besondere Expertisen zur Planung, Gestaltung und Optimieren der Vermögensnachfolge. Sprechen Sie uns hierzu gerne an. Hierzu stehen Ihnen unsere Steuerberater und Rechtsanwälte an den Standorten Köln und Bonn gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Zudem beraten wir deutschlandweit per Telefon und Videokonferenz:

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Telefon: +49 221 999 832-0
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Mo.-Fr.: 8:30 bis 18:00 Uhr

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Mo.-Fr.: 8:30 bis 18:00 Uhr

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Bundesweite Steuerberatung per Telefon-/Videokonferenz

Telefon: +49 221 999 832-0
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Mo.-Fr.: 8:00 bis 20:00 Uhr


Fachreferent beim Steuerberaterverband zum aktuellen Nießbrauchsrecht

Wir sind regelmäßige Referenten zum Erbrecht, zur Erbschaftssteuer sowie zur Schenkungssteuer für verschiedene Steuerberaterverbände. Einen Auszug aus unserer Präsentation zum Niebrauchsrecht steht Ihnen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung:


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